Die portable Playstation Vita von Sony soll neue Maßstäbe setzen. / Fotos: © PR
Auf der wichtigen Spielemesse Gamescom erhielt sie bei ihrer Premiere bereits den Preis für die beste Hardware: Sonys neue portable Spielkonsole Playstation Vita. Am 22. Februar kommt sie bei uns in den Handel, und die Erwartungen sind hoch. Markus Schütze von Electronic Arts Mobile sagt: "Die PS Vita wird beim Start neue Maßstäbe für mobiles Spielen setzen. Die Smartphone-Hersteller sind dann unter Zugzwang mitzuhalten."
Rückblende: Als Nokia 1997 seine Handys mit dem Spiel "Snake" bestückte, war das eine Revolution, zahllose Menschen steuerten immer wieder die Schlange Richtung Futter. "Snake" machte süchtig. Dabei gab es Farbe ebenso wenig wie Details. Lediglich Pixel statt opulenter Grafik.
Fast 15 Jahre später haben mobile Spiele nichts mehr mit dieser Balkenoptik gemein, und die zugehörigen Geräte sind eher Computer als Telefone. Die Spielgrafik wirkt teilweise besser als bei einer Playstation 2. Und das Fußballspiel "FIFA 12" etwa wird – vom iPad per Adapter aufs TV-Gerät transferiert – zum vollwertigen Konsolen-Game.
"Der Vorteil vieler mobiler Spiele ist ihre leichte Zugänglichkeit. Zudem besitzt fast jeder bereits ein passendes Gerät und muss nicht extra eine Konsole kaufen", meint Markus Schütze. EA Mobile veröffentlicht knapp 80 Handyspiele im Jahr. Wer die alle spielen soll? Fast jeder, lautet die Antwort, denn die Vielfalt der Genres macht praktisch alle Smartphone-Besitzer zur Zielgruppe.
2010 wurden bei uns 23,2 Millionen mobile Spiele verkauft, davon 13,2 Millionen für Handys. Langjährige Zocker spielen auf ihrem Telefon am liebsten die Adaptionen bekannter Serienwie "Assassin’s Creed" und "FIFA" – allerdings erst jetzt, da die Spiele denen für PC und Konsole qualitativ nahekommen. Bei Gelegenheitsspielern sind Titel zu Filmen wie "Tim & Struppi" und digitale Brettspiele sehr beliebt, weil sie einfach zu bedienen und leicht verständlich sind.
Auf intuitive Bedienung setzen zunehmend auch mobile Konsolen wie der Nintendo 3DS, den der Spieler per Touchscreen steuert. Die Playstation Vita hat sogar ein Touchpad auf der Rückseite, um den Spieler noch direkter mit der Spielwelt interagieren zu lassen.
Günstige Preise zwischen 0,80 und vier Euro lassen dennoch immer mehr Spieler zum iPad- oder Handy-Spiel greifen, Nintendos 3DS-Games gibt es erst ab 39 Euro. Mit wachsender Rechenpower könnten Smartphones eines Tages tragbare Konsolen verdrängen. Vorerst bleiben Letztere noch die Ideengeber, denen die Hersteller von Smartphones und ihre Spieleschmieden dann nacheifern.
Games für Playstation Vita
Die neue Referenz
Touchscreen, Touchpad, Hochleistungsprozessor, zwei Kameras: Die Vita ermöglicht intensive Erlebnisse. Hier einige Game-Beispiele:
Abenteuer hautnah
Klettern, schwingen, greifen: Die Interaktion mit der Spielfigur des Abenteurers Nathan Drake in den Dschungellandschaften Mittelamerikas ist extrem realistisch.

Ein Foto mit Federer
Auf dem vorderen Touchscreen können zwei Spieler auf einer PS Vita eine Tennispartie austragen. Nettes Gimmick: Die virtuellen Tennisspieler lassen sich auch in Fotos "einkopieren", die mit der Vita geschossen werden.

''Virtua Tennis 4: World Tour Edition''
Tanz den Michael
Durch dreidimensionale Fingergesten – führen, schieben und ziehen – entstehen neue Choreografien für Michael Jackson.

''Michael Jackson: The Experience''
Levels zum Selbstbauen
Eine kurvige Linie auf ein Blatt Papier zeichnen, dann mit der Vita-Kamera abfotografieren – und im Nu wird ein neuer Geschicklichkeitsparcours für die verrückten Affen ins Spiel eingebaut.

''Super Monkey Ball: Banana Splitz''
Zoom für die Action
Per Gestensteuerung lassen sich Spielszenen des Jump-’n’-Run-Hits auf dem Touchscreen der PS Vita heranzoomen und vergrößern.

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