Fotos © Disney Enterprises, Inc. and Jerry Bruckheimer, Inc. All rights reserved.
Kinostart: 15. Oktober 2009
Sie sind klein, flink und cleverer als erwartet: Die neue Geheimtruppe der amerikanischen Regierung besteht aus den drei Meerschweinchen Darwin, Blaster und Juarez, der Fliege Mooch und dem Maulwurf Speckles. Der geniale und tierliebe Wissenschaftler Ben (Zach Galifianakis aus "Hangover") hat sie angeblich genmanipuliert. Zudem sind sie bestens ausgebildet und können dank Sprach-Chip sogar reden.
Ihr erster großer Einsatz führt die Meerschweinchen ins Haushaltswaren-Imperium des Milliardärs Leonard Saber, gespielt von Bill Nighy (Davy Jones aus "Fluch der Karibik"). Saber hat seine Küchengeräte mit einem waffenfähigen Mikrochip ausstatten lassen. Auf Knopfdruck sollen Kaffeemaschinen, Staubsauger und Pürierstäbe die Weltherrschaft übernehmen.
Hintergrund: Der erste 3D-Realfilm von Mega-Produzent Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik", "Black Hawk Down") bedient sich eines besonderen Tricks. Oben und unten wurden ans reguläre Kinobild zwei schwarze Balken angefügt, die in Actionszenen immer wieder durchbrochen werden. Damit wird der dreidimensionale Effekt noch verstärkt. Regie führte Hoyt Yeatman, einer der führenden Spezialeffekte-Designer Hollywoods ("Armageddon", "Con Air"). Für "Abyss" erhielt er 1989 einen Oscar.
In der Originalfassung spricht Nicolas Cage das Obermeerschweinchen. Die deutsche Version übernehmen u. a. Wigald Boning, Sonya Kraus und Götz Otto. Ein tapferer Vorstoß der Game-Industrie: Das Videospiel zu diesem Film erscheint ebenfalls in 3D. Bisher hat der Kinohit weltweit fast 200 Millionen Dollar eingespielt.
Kritik: "Mission: Impossible" mit Meerschweinchen: Computeranimierte Fellknäuel, der köstliche Oberschurke Bill Nighy (59) und mehr Effekte, als man zählen kann, ergeben ein extrem flottes Spektakel für junge Leute. Natürlich ist die Story komplett hirnrissig. Wer hätte bei einem Agentenfilm mit Nagetieren etwas anderes erwartet? Die Actionszenen und die tierischen Sprüche der Biester machen tatsächlich Spaß – da können die Schauspieler kaum gegenanspielen. Einfach die 3D-Brille aufsetzen, zurücklehnen und genießen, was da auf einen zugerast kommt.
Fazit: Meerschwein gehabt! Eine sinnfreie Action-Achterbahnfahrt, bei der Kinder und ausgewachsene Kindsköpfe einen Riesenspaß haben werden.
OT : G-Force, USA 2009; R: Hoyt Yeatman; D: Bill Nighy, Will Arnett, Keli Garner; Sprecher: Wigald Boning, Sonya Kraus, Götz Otto; FSK: ab 6 Jahren; L: 88 Minuten
Lesen Sie auch unser Interview mit Wigald Boning, der das Meerschweinchen Hurley spricht.
Artikel vom 15. Oktober 2009
Autor: Gernot Gricksch
Der Klick auf eine Kategorie führt Sie zur Übersicht aller passenden Einträge.