Fotos: © Zorro Film
Traumsequenzen mit fliegenden Teppichen, Tanzszenen à la Bollywood und politisch inkorrekte Witze: Die Mischung der Multikulti-Komödie "Salami Aleikum" - schon der Titel ist eine Verballhornung der persischen Grußformel - ist ziemlich ungewöhnlich. Trotzdem geht das Rezept auf.
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Regisseur Ali Samadi Ahadi, der für seine Dokumentation "Lost Children" über Kindersoldaten in Nord-Uganda für den Emmy nominiert ist, gibt mit dieser Komödie sein Spielfilmdebüt.
Die Handlung: Mit Ende Zwanzig lebt der Deutsch-Iraner Mohsen Taheri (Navid Akhavan) noch immer bei seinen Eltern (Michael Niavarani, Proschat Madani) in Köln. Während Moshen über den tieferen Sinn seines Lebens philosophiert, strickt er an einem bunten Schal, der die handelsübliche Länge schon vor Jahren überschritten hat und für Moshen sein "Schal des Lebens" ist, weil er in dem bunten Muster jede persönliche Krise ablesen kann.
Kummer hat Moshen oft. Sein Vater, ein Schlachter, will ihn unbedingt das Familienhandwerk lehren, dabei kann der sensible junge Mann keiner Ziege was zuleide tun. Lieber lässt er die für die Wursttheke bestimmten Tiere entkommen. Eine Aufgabe erledigt Moshen aber doch für seinen Vater: Maskiert mit einem Seidenstrumpf stopft er nachts die Schlachtabfälle in die Mülltonnen der Nachbarn. Das kostet Vater Taheri die Betriebserlaubnis, denn auf der Wache kommt sein Versöhnungsangebot, den Polizisten 90 Prozent Rabatt auf Knoblauchwurst zu geben, nicht so gut an.
Nun muss Moshen die Schlachterei übernehmen, und schon bald stehen die Kunden vor einer leeren Verkaufstheke. Zum Glück besucht ein Pole den Laden und bietet Moshen den Re-Import von polnischen Schafen an, die er - das ist das Verlockende - selber schlachten würde. Moshen willigt ein und fährt mit seinem Kleinlaster durch Ostdeutschland, wo - das ist eine der zahlreichen Spielereien des Films - ein Zeichentrickwolf den Mond anheult.
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