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Technik Trends
OLED-TV

Curved TVs und Hybrid-Geräte sind die Fernseher von morgen.

Fußball gucken mit 3-D-Brille?

Demnächst

Auf eine rasante Achterbahnfahrt folgt ein Hubschrauberflug über den Grand Canyon. So real, als säße man mitten im Geschehen. Als die Fernseher noch Röhren besaßen, ermöglichten 360-Grad-Kinos ein völlig neues Filmgefühl. Nun kehrt das Rundum-Erlebnis zurück – direkt ins Wohnzimmer.

Virtual-Reality-Brillen

Spezielle Brillen sorgen dafür, dass ihre Träger vom virtuellen Geschehen umgeben werden. "Es kommt bald eine regelrechte Virtual-Reality-Welle", sagt Ralf Schäfer. Er ist Bereichsleiter Video beim Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, das sich mit Inhalten für die VR-Brillen befasst.

Wie etwa mit der Omnicam, einem System, das Sportereignisse und Konzerte als 360-Grad-Erlebnis erfasst. In Echtzeit und Ultra High Definition, so kann der Zuschauer sich bei Liveübertragungen umsehen, als wäre er direkt vor Ort.

Doch Schäfer glaubt nicht, dass in Zukunft jeder nur noch mit VR-Brille fernsieht. "Der TV-Konsum wird heterogener, es wird verstärkt individualisierte Endgeräte geben", erklärt der Experte. Es erwartet den Zuschauer eine Vielzahl von Möglichkeiten statt nur des einen, übergreifenden Trends.

App "Ultra-HD-Zoom"

So kommt der Panoramablick auch auf das Tablet. "Ultra-HD-Zoom" heißt die App, die das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut am Beispiel der Fußballübertragung demonstriert. Während der Fernseher das gesamte Spielfeld zeigt, zoomt das Tablet in die Action und fokussiert einen Ausschnitt. Den kann der Zuschauer frei wählen, während er durch das TV-Bild navigiert. Bei Panoramaübertragungen kann er sich so komplett im Stadion umsehen.

"Die Technik ist bereits reif. Sie muss sich nur noch durchsetzen", sagt Ralf Schäfer. Die App soll in Kürze außerdem live Spieler erkennen, ihre Namen anzeigen und sie auf Wunsch mit der Kamera verfolgen.

Mobile Geräte erweitern nicht nur das TV-Erlebnis, sie machen der klassischen Mattscheibe als Empfangsgerät auch Konkurrenz. Trotzdem bleibt der Fernseher das zentrale Unterhaltungsgerät in der Wohnung – da sind sich die Fachleute einig.

Flexible TV-Geräte

Nach "immer flacher" lautet der nächste Trend "flexibel". Einige Hersteller setzen bereits auf geschwungene bzw. Curved TVs. Samsung arbeitet an einem Hybrid-Gerät, das sich auf Knopfdruck von flach auf gewölbt umstellt. LG zeigt den Prototypen eines aufrollbaren Fernsehers. Der wird dort aufgehängt, wo sich die passende Technik hinter der Wand verbirgt.

Videoexperte Schäfer kann sich sogar vorstellen, dass in einigen Jahren riesige Fernsehtapeten in den Wohnzimmern hängen. Dass künftig das Holodeck aus "Star Trek" daheim einzieht, scheint allerdings undenkbar. Ein Hologramm, das die Sitzecke in einen Südseestrand verwandelt? Reine Science-Fiction.

3-D ohne Brille

Fernsehen bleibt an ein Display gebunden trotz aller Methoden, die das Gefühl vermitteln, noch näher am Geschehen zu sein. Etwa mit der dritten Dimension. Weil die 3-D-Brille vielen Nutzern zu umständlich ist, entwickelt sich die brillenlose Technik weiter.

Große Fernseher benötigen dafür eine Multiview-Technik mit mehr als den üblichen zwei versetzten Bildern. Sonst müsste der Zuschauer ganz still sitzen. Die Fraunhofer-Experten arbeiten an einer Technik, die zusätzliche Zwischenansichten errechnet: Bewegt der Betrachter den Kopf, verändert sich das Bild auf dem Screen. Es scheint, man könne um Dinge herum sehen, sie von der Seite betrachten.

Zurzeit kommt die Technik auf Werbedisplays zum Einsatz – aber irgendwann landet sie garantiert im Wohnzimmer.

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Artikel vom 05. September 2015

Autor: Nina Ernst

Entertainment-Themen 

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