Tipps für den TV-Kauf: LCD, Plasma oder 3-D?
"Das Interesse der Kunden an Spaß und Unterhaltung in 3-D und am Internet als ergänzender Programmquelle auf dem Fernsehschirm war schon auf der IFA deutlich zu spüren und wird sicherlich auch für positive Impulse im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft sorgen", ist Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik (gfu) überzeugt. So erwartet die Branche bis zum Jahresende rund 1,3 Millionen verkaufte 3-D-Geräte.
Bei den Fernsehern mit Bildschirmdiagonalen über 127 Zentimeter sind laut gfu schon über 80 Prozent 3-D-tauglich, in den Größen 109 bis 124 Zentimeter rund 60 Prozent.
Noch deutlicher ist der Trend zu internetfähigen sogenannten Smart-TVs. In der Größenklasse über 127 Zentimeter sind schon 90 Prozent der verkauften Geräte fürs Internet gerüstet. Auch Infodienste wie den neuen Videotext und zusätzliche Programminformationen aus dem Internet (HbbTV) beherrschen mittlerweile immer mehr ßachbildfernseher.
Für den Kaufentscheid wichtig ist als Erstes die Wahl zwischen einem LCD- oder einem Plasmafernseher. Auch wenn durch das übergroße Angebot an LCDs der Eindruck entsteht, die Plasmas seien am Aussterben, bieten viele große Markenhersteller diese Technik an.
Michael Langbehn, PR-Manager von Panasonic Deutschland: "Plasma ist im Vergleich zu LCD die deutlich jüngere Bildschirmtechnologie und bietet damit das größere Entwicklungspotenzial. So konnte etwa der Energieverbrauch bei den aktuellen Geräten im Vergleich zu ähnlichen 2007er-Modellen um 65 Prozent reduziert werden."
Insbesondere Sportsendungen oder Spielfilme profitieren von den natürlicheren Farben, der exzellenten Bewegungsdarstellung und den besseren Kontrast- und Schwarzwerten aus jedem Betrachtungswinkel, die die neueste Generation von Plasmafernsehern im Vergleich zu LCD-Geräten bietet.
Grundsätzlich gilt: Wer sich einen Fernseher mit 3-D-Technik unter den Tannenbaum stellen möchte, sollte vorher sorgfältig die Angebote prüfen. Gehören die nötigen 3-D-Brillen zum Lieferumfang? Wenn nicht, können je nach Größe der Familie beim nachträglichen Brillenkauf mehrere Hundert Euro Mehrkosten entstehen.
Die Abschaltung des analogen Satellitensignals im April 2012 schließlich schafft ein weiteres Auswahlkriterium. Wer davon betroffen ist, sollte sich für ein Gerät mit integriertem digitalen Sat-Tuner entscheiden.
Damit die Wahl keine Qual wird, stellt Ihnen TV DIGITAL auf diesen Seiten die aktuell interessantesten Geräte aus allen Preisklassen vor.
Da fällt die Wahl schwer: Riesige Bildformate, dazu Internet, 3-D, Video-on-Demand, HbbTV-LCD-Geräte gibt es in unterschiedlichsten technischen Ausführungen. TV DIGITAL gibt einen Überblick über das aktuelle Angebot.
Riesengroß
Mit 165 Zentimeter Bilddiagonale steht der High-End-LCD-Fernseher KDL-65 HX925 von Sony in der Größenrangliste ganz oben. Um Online-Clips in guter Qualität auf dem Riesenschirm zu zeigen, bearbeiten gleich zwei Bildprozessoren das Eingangssignal. Im Lieferumfang: Skype-Kamera, zwei 3-D-Shutterbrillen.
Preis: ca. 5300 Euro
Info: www.sony.de
Extrabreit
Kinofans kommen an ihm nicht vorbei: der Philips Cinema 21:9 Gold zeigt auch superbreite Cinemascope-Filme ohne schwarze Balken oder Beschnitt. Andere Formate werden von der intelligenten Bildaufbereitung ohne auffällige Verzerrungen dargestellt. Für 3-D-Filme genügt hier die leichte Polarisationsbrille.
Preis: ca. 2200 Euro
Info: www.philips.de
Superchic
Eine Top-Adresse für zeitlos schönes Design ist Loewe. So bringt der Wall Stand Flex (Preis: ca. 700 Euro) den Smart TV Connect 40 3D mit der Frontscheibe aus entspiegeltem Quarzglas eindrucksvoll zur Geltung. Der Connect bietet viele Multimediafunktionen wie Videos, Musik oder Radio aus dem Internet.
Preis: ab 3000 Euro
Info: www.loewe.de
Individuell
Mit der Chorus-S-Linie bietet Metz TV-Geräte nach Maß. Neben zwölf Farbkombinationen gibt es auch zwei technische Varianten: Der Chorus S LED 100Z (Preis: ab 1600 Euro) besitzt u. a. Dreifachtuner und Timeshift-Funktion. Der Chorus S LED 200 Media twin R bietet Datenaustausch im Heimnetzwerk.
Preis: ca. 2000 Euro
Info: www.metz.de
Dezent
Der nur fünf Millimeter dünne Rahmen lässt den Samsung Smart TV LED D8090 zierlicher wirken, als er ist: Die Bilddiagonale beträgt stolze 152 Zentimeter. Wie bei den meisten großformatigen Geräten ist 3-D, Netzwerk- und Internetfähigkeit selbstverständlich.
Preis: ca. 4000 Euro
Info: www.samsung.de
Ausgezeichnet
Chefredakteure europäischer Fachzeitschriften kürten den Viera TX-P50VT30 (127 Zentimeter Bildgröße) von Panasonic zum besten Plasmafernseher 2011/12. Neben der außerordentlichen Bildqualität in 2-D und 3-D wurde auch seine Multimediavernetzung gelobt. Die VT30-Serie beherrscht bereits den neuen Infodienst HbbTV.
Preis: ca. 2000 Euro
Info: www.panasonic.de
Fernseher in weißer Optik und entsprechende Peripheriegeräte wie Homecinema-Anlagen liegen nicht nur zu Weihnachten im Trend. Hier ist die TV-DIGITAL-Auswahl.
Flexibel
Mit Bildgrößen von 47 und 61 Zentimeter eignet sich die neue elegante D35-Serie von Panasonic für das Arbeits- wie auch Wohnzimmer. Zum Lieferumfang gehört ein Dockinganschluss für iPod und iPhone. Per LAN oder WLAN können Inhalte aus dem Internet abgerufen werden.
Preis: ab 450 Euro
Info: www.panasonic.de
Unterhaltsam
Einen Sonntag im Bett kann der ganz in Weiß strahlende Toshiba 26DL834G noch unterhaltsamer gestalten. Die Besonderheit des eleganten Geräts mit 66 Zentimeter Bilddiagonale ist der eingebaute DVD-Player. Über die integrierte USB-Schnittstelle können zudem jederzeit Videos, Musik und Bilder eingespeist werden. Dualtuner für DVB-Tund DVB-C, zwei HDMI-Anschlüsse.
Preis: ca. 500 Euro
Info: www.toshiba.de
Harmonisch
Webzugang und Chatten in HD mit Samsung Skype Kamera, 3-D-Filme und Aufnahme auf USB-Stick oder externe Festplatte bietet der LED-Fernseher UE40 D6510 von Samsung. Bildgröße: 101 Zentimeter. Preis: ca. 1100 Euro. Dazu passt die Soundbar HW-D351 in Brillantweiß (Preis: ca. 250 Euro) oder die Blu-ray-Heimkinoanlage HT-D7200 (Preis: ca. 800 Euro).
Info: www.samsung.de
Der Trick mit den Minilinsen
Die Technik für 3-D ohne Brille basiert auf dem stereoskopischen Prinzip. Demnach werden gleichzeitig getrennte Perspektiven für das linke und das rechte Auge übertragen. Im Gehirn des Betrachters werden diese zum 3-D-Bild zusammengefügt. Spezielle Miniaturlinsen, die auf der Front des Displays angebracht sind, senden die Bildinformationen an verschiedene Sitzpositionen im Raum zum linken und rechten Auge. Der Zuschauer kann sich auch bewegen, ohne den 3-D-Eindruck zu verlieren.
Superscharf
Der LCD-LED-Fernseher 55ZL2G von Toshiba besitzt vierfache Full-HD-Außösung (3840 x 2160 Bildpunkte). Das ermöglicht 3-D-Bilder ohne Brille.
Preis: ca. 8000 Euro
Info: www.toshiba.de
Artikel vom 03. Januar 2012
Autor: Nina Ernst, Michael Furmanek; Bilder: © PR
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