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Kartellamt will Kauf untersagen

Das Bundeskartellamt will die geplante Übernahme des kleineren Kabelnetzbetreibers Tele Columbus durch Marktführer Kabel Deutschland untersagen. Die Zugeständnisse von Kabel Deutschland seien nicht ausreichend, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen.

Das habe das Kartellamt Kabel Deutschland in einer vorläufigen Einschätzung des Zusagenangebots vom 22. Januar mitgeteilt, erklärte die Kabelgesellschaft. Kabel Deutschland hatte die Veräußerung von Tele-Columbus-Netzen in Berlin, Dresden und Cottbus angeboten. Die Wettbewerbshüter fordern hingegen, dass Kabel Deutschland fast 60 Prozent der zu erwerbenden Netze in Ostdeutschland verkauft - doppelt so viel wie von Kabel Deutschland für den Fall der Genehmigung zugesagt.

"Wir bedauern, dass das Bundeskartellamt trotz unserer umfangreichen Zusagen, mit denen wir bis an die Grenze des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen sind, an seinen Bedenken festhält. Die Transaktion hätte große Vorteile für Infrastrukturwettbewerb und Verbraucher mit sich gebracht", sagte Kabel-Deutschland-Vorstandschef Adrian von Hammerstein.

Kabel Deutschland will auch ohne den geplanten Zusammenschluss weiter wachsen: "Wir sind auf diese Transaktion nicht angewiesen, denn wir haben mit unserer leistungsfähigen Infrastruktur und unseren attraktiven Internet- und Fernsehprodukten über Jahre hinaus großes organisches Wachstumspotenzial. Dieses Potenzial werden wir konsequent erschließen", sagte von Hammerstein.

Tele Columbus will nun alleine weitermachen.

Artikel vom 19. Februar 2013

Autor: Dr. Jörn Krieger / Bild: Tele Columbus

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