Auch 2012 wird über 70 Prozent der TV-Nutzung in Deutschland auf klassisches Fernsehen entfallen - allerdings legen Pay-TV und Video-on-Demand (VoD) deutlich zu.
Das ergab die Studie "Fernsehen 2012", für die die Beratungsgesellschaft Mediarise rund 120 Interviews mit Entscheidungsträgern aus der Medienbranche geführt hat. Grund sei die sinkende Attraktivität der Free-TV-Sender, die durch rückläufige Werbeeinnahmen am Programm sparen müssten. Diese Entwicklung, verbunden mit dem Ärgernis über die kommende Grundverschlüsselung, treibe Pay-TV-Angeboten und Abrufdiensten neue Kunden zu.
So werden bis Ende 2012 rund 31 Prozent der TV-Haushalte über Fernsehgeräte oder Set-Top-Boxen mit Internetanschluss verfügen, über die zum Beispiel Spielfilme aus Online-Videotheken bezogen werden können. Die Free-TV-Sender leiden darunter, dass die Werbeindustrie immer größere Teile ihrer Budgets ins Internet verlagert.
So werden der Studie zufolge bis 2012 rund 5 Prozent der TV-Budgets in Webvideo-Formate verschoben. Diese rund 200 Millionen Euro verzwanzigfachen den Markt für Webvideo-Werbung. Werbeplätze stehen in den Mediatheken der TV-Sender und Videoportalen bis 2012 genügend bereit.
Artikel vom 28. August 2009
Autor: Dr. Jörn Krieger / Bild: Mediarise
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