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Großraum München

RTL verlässt DVB-T

Die Mediengruppe RTL Deutschland wird die digitale terrestrische Verbreitung ihrer Programme im Großraum München am 31. Juli beenden. Das sagte Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), auf der jüngsten Sitzung des BLM-Medienrats in München.

Aus den anderen DVB-T-Versorgungsgebieten in Deutschland will sich die RTL-Gruppe Ende 2014 zurückziehen.

Laut der Funkanalyse Bayern 2012 nutzen im Großraum München rund 360.000 Haushalte DVB-T. Dies entspricht fast jedem dritten Haushalt (einschließlich Zweit- und Drittgeräten). Rund 100.000 Haushalte sehen ausschließlich via DVB-T fern.

Die TV-Gruppe ProSiebenSat.1 hat sich nach Schneiders Angaben bisher noch nicht entschieden, ob sie die medienrechtliche Verlängerung der Ausstrahlung über DVB-T über den 31. Mai hinaus beantragt.

Schneider geht davon aus, dass die Privatsender nur dann ihre Programme dauerhaft terrestrisch verbreiten werden, wenn die Kosten deutlich fallen, da es sich um den vergleichsweise teuersten Verbreitungsweg handle. Die Sender forderten daher neue Geschäftsmodelle für DVB-T, etwa eine Verschlüsselung und Empfangsgebühr wie bei HD+ im Satellitenbereich.

Schneider plädiert dafür, die terrestrische Verbreitung künftig auf den portablen Empfang zuzuschneiden, möglicherweise über ein Hybridmodell, das Rundfunk- und Mobilfunknetze verbindet. Wenn in mobile Endgeräte DVB-T-Chips für den Empfang linearer Fernsehprogramme eingebaut würden, könnte dies die Mobilfunknetze deutlich entlasten.

Artikel vom 08. Februar 2013

Autor: Dr. Jörn Krieger / Bild: Mediengruppe RTL Deutschland

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