Die Bedeutung von Satelliten- und Funklösungen bei der Breitbandversorgung von Gemeinden ohne DSL- oder Kabelanschluss nimmt zu. "Für uns ist klar, dass eine lückenlose Breitbandabdeckung nur mit einem Technologiemix zu erreichen ist. Die letzten drei Prozent, die uns noch fehlen, sind die schwierigsten", sagte Hans-Joachim Otto, Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, auf einer Veranstaltung des Branchenverbands VATM in Hannover.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Gemeinden ohne Breitbandanschluss noch in diesem Jahr einen schnellen Internetzugang erhalten können. Utz Wilke, Geschäftsführer des Internet-via-Satellit-Anbieters Filiago, betonte, dass Satelliten- und Funklösungen zunehmend akzeptiert würden: "Wir hatten mit Vorurteilen zu kämpfen. Doch der Knoten ist geplatzt. Die Leistungsstärke und Effizienz von Funk- und Satellitenlösungen wird immer mehr gesehen."
Bis zu 4 Mbit/s seien via Satellit, bis zu 10 Mbit/s per Funk machbar. "Unsere Erfahrungen zeigen, dass Geschwindigkeiten von 1 bis 4 Mbit/s heute bei Privathaushalten für alle Anwendungen im Internet völlig ausreichend sind", sagte Peter Schüler vom Satellitenbetreiber SES Astra. "Für 50 oder mehr Mbit/s gibt es - außer bei TV- und Videoübertragungen - derzeit noch gar keine Anwendungen. Und genau das, nämlich Fernsehen in HD-Qualität, bietet der Satellit ohnehin zusätzlich - unabhängig von der Internetanbindung. Die Telefoniequalität via Satellit ist gleichwertig mit der des Mobilfunks."
Artikel vom 09. März 2010
Autor: Dr. Jörn Krieger / Bild: VATM
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