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Finanzämter nehmen Helfer-Dokus ins Visier

Aus für Peter Zwegat, Christian Rach & Co.?

Die RTL-Nothelfer Peter Zwegat, Tine Wittler und Christian Rach stehen in ihren Doku-Soaps Menschen in Krisensituationen mit Rat und Tat zur Seite, um ihnen wieder auf die Beine zu helfen. Jetzt droht den schicksalsgeplagten Kandidaten der nächste Tiefschlag.

Die Finanzämter prüfen derzeit im großen Stil, ob die Teilnehmer der so genannten Helptainment-Formate die geleistete Coaching-Hilfe sowie Sachleistungen als geldwerten Vorteil versteuern müssen. Neben dem bereits vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" genannten "Einsatz in vier Wänden" sind weitere Sendereihen ins Visier der Steuerbehörden geraten.

Nach Informationen des Branchenmagazins "w&v" haben TV-Firmen in Nordrhein-Westfalen, die die Coaching-Dokus produzieren, Post vom Finanzamt erhalten. "Auf Bund-Länder-Ebene wird derzeit geprüft, ob aus dem Urteil zu 'Big Brother' Schlussfolgerungen zu ziehen sind, die auch auf andere Formate anwendbar sind", bestätigte das Finanzministerium des Landes NRW auf Anfrage.

Das sogenannte "Big Brother"-Urteil bezog sich auf das in der Reality-Show gewonnene Preisgeld, das dem Richterbeschluss zufolge als Einkommen versteuert werden muss. Jetzt geht es um die "sonstigen Einkünfte" aus §22 Nr.3 EStG. Darunter können laut Ministerium auch "andere Vergütungen für die Teilnahme an Fernsehshows fallen". Nach Informationen von "w&v" wird rückwirkend bis zum Jahr 2007 geforscht.

Die Mediengruppe RTL Deutschland versucht jetzt, zwischen den Finanzbehörden und den Produzenten zu vermitteln. Sollte der Fiskus hart bleiben, könnten den Helfer-Dokus das Aus drohen: "Derzeit ist die Frage offen, ob man das Genre weiterbetreiben kann", bringt RTL-Sprecher Christian Körner die Sorge der Sender und Produzenten auf den Punkt.

Artikel vom 30. Januar 2013

Autor: Dr. Jörn Krieger / Bild: RTL

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