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Grundverschlüsselung bleibt

Kabel Deutschland

Kabel Deutschland will die Grundverschlüsselung der privaten Free-TV-Sender in seinem Kabelnetz vorerst nicht aufheben.

Man werde innerhalb einer Frist von einem Monat intensiv prüfen, ob gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt wird, teilte Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber in München mit. Ob und zu welchem Zeitpunkt eine unverschlüsselte Verbreitung der digitalen Programme von RTL und ProSiebenSat.1 in herkömmlicher Bildauflösung erfolgen müsse, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen.

"In einem ersten Schritt müssten die Sender erst einmal auf uns zugehen. Dies ist bis jetzt noch nicht erfolgt", heißt es in der Stellungnahme. "Somit wird sich erst einmal an der Grundverschlüsselung der digitalen Programme der beiden Sendergruppen im Kabelnetz von Kabel Deutschland nichts ändern."

Kabel Deutschland behält damit seine Sonderstellung im deutschen Kabelmarkt bei: Als einziger der drei großen Kabelnetzbetreiber verschlüsselt das Unternehmen die Privatsender, die via Satellit und DVB-T frei empfangbar sind. Unitymedia schafft die Grundverschlüsselung am 2. Januar 2013 ab, Kabel BW verbreitete die Programme schon immer unverschlüsselt.

Das Kartellamt hatte sich im Zuge des Bußgeldverfahrens wegen der gemeinsamen Einführung einer Grundverschlüsselung mit den privaten TV-Gruppen darauf verständigt, die digitalen Free-TV-Sender ab 2013 zehn Jahre lang bundesweit auf allen Verbreitungswegen unverschlüsselt auszustrahlen. Der Beschluss ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt werden kann.

Artikel vom 31. Dezember 2012

Autor: Dr. Jörn Krieger / Bild: Kabel Deutschland

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