Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia Kabel BW geht auf Konfrontationskurs zu den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. "Wir werden Klagen gegen ARD und ZDF einreichen, um klarzustellen, dass die Anstalten verpflichtet sind, weiterhin ihre Einspeiseentgelte zu zahlen", sagte Lutz Schüler, Vorsitzender der Geschäftsführung, dem "Handelsblatt".
"Für uns ist klar: Wir werden unsere Kapazitäten zur Weiterverbreitung von Fernsehprogrammen nicht gratis hergeben - weder an ARD und ZDF noch an Privatsender", betonte Schüler.
Unitymedia Kabel BW folgt mit der Klage dem Marktführer Kabel Deutschland, der bereits gegen ARD und ZDF vor Gericht gezogen ist.
Hintergrund ist die Entscheidung der öffentlich-rechtlichen Sender, zum Jahresende die Verbreitungsverträge mit den beiden großen Kabelnetzbetreibern zu kündigen. Ab 1. Januar 2013 wollen sie keine Einspeisegebühren mehr zahlen.
Artikel vom 21. Dezember 2012
Autor: Dr. Jörn Krieger / Bild: Unitymedia Kabel BW
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