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Zukunft der ARD

Medienexperte erwartet Jugendkanal

Der Medienexperte Volker Lilienthal geht davon aus, dass die ARD mittelfristig einen Spartenkanal für junge Zuschauer starten wird. Dabei müssten noch politische Hindernisse überwunden werden, sagte der Journalistik-Professor der Universität Hamburg der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Zudem geht Lilienthal davon aus, dass kleine ARD-Landesrundfunkanstalten wie Radio Bremen und der Saarländische Rundfunk auf Dauer mit größeren Sendern verschmelzen werden: "Wir werden auf Frist von zehn Jahren erleben, dass es nach den schon laufenden Kooperationen dann auch auf Fusionen hinausläuft."

Rückblickend auf das 60-jährige Bestehen der ARD sagte Lilienthal, dass der öffentlich-rechtliche Senderverbund in dieser Zeit ein Motor gesellschaftlicher Veränderungen in Deutschland gewesen sei. "Die ARD hat mitgewirkt an der Modernisierung der Bundesrepublik, raus aus dem Adenauer-Staat, hin zu einer offenen Gesellschaft."

Kritisch äußerte sich Lilienthal zu dem seiner Ansicht nach zu seichten Angebot der Dritten Programme: "Ich sehe zu wenig Info-Angebote mit Ecken und Kanten. Ich sehe zwar die Regionalisierung, die absolut notwendig ist. Aber sie neigt zu sehr dem Wohlfühlfernsehen zu." Lilienthal hat sich wiederholt kritisch mit der ARD auseinandergesetzt, er deckte unter anderem den Schleichwerbeskandal in der ARD-Serie "Marienhof" auf.

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Artikel vom 13. April 2010

Autor: Dr. Jörn Krieger / Bild: ARD

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