Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia will offenbar Anfang 2010 an die Börse gehen - und wäre damit das erste europäische Medienunternehmen, das diesen Schritt seit der Finanzkrise wagt, wie die "Financial Times" unter Berufung auf Bankenkreise berichtet.
Unklar sei noch die Höhe der Anteile, die an der Börse platziert werden sollen. Die Finanzinvestoren BC Partners und Apollo hatten das Unternehmen 2003 für 1,5 Milliarden Euro gekauft. Unitymedia-Geschäftsführer Parm Sandhu wollte sich nicht zur Möglichkeit eines Börsengangs äußern. Er sagte nur, dass die Eigner nicht unter Handlungsdruck stünden.
"Ich habe keine Zweifel an den Vorteilen, die frisches Kapital für das Unternehmen brächte, da es reichlich Wachstumsmöglichkeiten gibt", sagte Sandhu. Der nach Kabel Deutschland zweitgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber versorgt rund 4,6 Millionen Haushalte in Nordrhein-Westfalen und Hessen mit TV, Internet und Telefonie.
Artikel vom 13. Oktober 2009
Autor: Dr. Jörn Krieger / Bild: Unitymedia
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