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Interviews
Hugh Jackman und Anne Hathaway sind beide für den Oscar nominiert.

Für ihre Rollen in dem Kino-Musical ''Les Misérables'' wurden Hugh Jackman und Anne Hathaway für einen Oscar nominiert. / Foto: © picture alliance/Geisler-Fotopress

Anne Hathaway und Hugh Jackman im Interview

Zum Kinostart von ''Les Misérables''

Schon einmal begeisterten sie mit ihrem tollen Gesang bei einer Oscarverleihung: Im Jahr 2009 schmetterten Anne Hathaway und Hugh Jackman Musicalhits ins Mikro. Jetzt sind die zwei für ihre Rollen in der Musicalverfilmung ''Les Misérables'' (ab 21. Februar im Kino) für den Oscar nominiert und könnten am 24.2. als Sieger singen! Im exklusiven Doppelinterview mit TV DIGITAL verraten die 30-jährige New Yorkerin und der 44-Jährige aus Sydney auch, warum Hathaway ihre Rolle unbedingt bekommen musste.

TV DIGITAL: Zuerst bei den Oscars 2009 und jetzt in ''Les Misérables'' zeigen Sie musikalische Harmonie. Was hat Sie dabei am meisten beim anderen beeindruckt?

Anne Hathaway: Wer Hugh Jackman mag, hebe bitte die Hand. Ich strecke gleich beide nach oben. So einer wie Hugh dürfte eigentlich gar nicht existieren! Niemand kann so ein Macho und gleichzeitig so zärtlich sein. Oder so ein athletischer Typ – und gleichzeitig Sänger. Es muss doch etwas geben, worin dieser Mann nicht gut ist, irgendein Gen in ihm muss doch tollpatschig sein! Aber nein ...

Hugh Jackman: Ich habe nie vorher erlebt, dass Timing, Talent und Rolle so perfekt zueinander passen. Annie hatte am ersten Drehtag die Jeansjacke an, die ihre Mutter Kate im Jahr 1985 trug, als sie mit der Originalproduktion tourte. Und sie war so emotional, sie konnte nicht aufhören zu weinen. Seit ihrem achten Lebensjahr hat sie davon geträumt, in "Les Miz" mitzuspielen.


Trailer zu ''Les Misérables'' :

Hier: Kinorezension zu ''Les Misérables'' mit Hugh Jackman


TV DIGITAL: War diese Rolle für Sie bestimmt, Frau Hathaway?

Anne Hathaway: Ich weiß nicht, aber ich hatte einen kleinen Vorsprung. Zu sagen, dass ich diese Musik mein Leben lang in mir trug, ist noch untertrieben! Dass diese Rolle gerade jetzt zur Verfügung stand, als ich das richtige Alter hatte und am richtigen Punkt meiner Karriere war, war fast zu schön, um wahr zu sein.

TV DIGITAL: Erinnern Sie sich noch an Ihr "erstes Mal"?

Hugh Jackman: Ich habe eine Aufführung in New York zehn Jahre nach der Premiere gesehen und war überrascht, wie sehr die Vorstellung noch vor Energie sprühte. Ich hatte erwartet, dass nach einer derart langen Spielzeit die Atmosphäre etwas schal sein würde, aber es war immer noch sehr ergreifend. Kein Wunder, denn das Musical ist von einem der großartigsten literarischen Werke abgeleitet.

TV DIGITAL: Victor Hugos Buch spiegelt den Triumph der Menschlichkeit im Leben wider. Haben Sie den Roman komplett gelesen?

Anne Hathaway: Mit 13 habe ich zum ersten Mal versucht ihn zu lesen, weil ich als altkluger Teenager damit angeben wollte, bin aber nicht weiter als bis Seite fünf gekommen. Als ich dann die Rolle hatte, habe ich mich wieder daran gewagt. Mit 29.

TV DIGITAL: Sie haben beide für Ihre Rollen in "Les Misérables" sehr stark abgenommen. Verraten Sie uns Hollywoods geheime Diättricks?

Hugh Jackman: Als Jean Valjean musste ich nicht nur dünn sein, sondern dünn und trotzdem stark – das ist die schwerste Form des Abnehmens. Denn während ich auf einer extremen Diät war, musste ich im Fitnessstudio trainieren. Für die Szenen am Anfang des Films, in denen ich besonders abgemagert aussehen musste, habe ich einen alten Bodybuilder-Trick angewendet: 36 Stunden vor Drehbeginn habe ich kein Wasser mehr getrunken.

Anne Hathaway: Und ich musste für den Film wie eine bettelarme, an Tuberkulose erkrankte Prostituierte aussehen. 25 Pfund habe ich dafür abgenommen. Die ersten zehn in drei Wochen und den Rest in den folgenden 14 Tagen. Das war nicht einfach, und ich möchte nicht in die Details gehen! Ich erinnere mich noch, wie viel Druck ich mir als Teenager wegen meines Aussehens machte – und wenn ich damals die verrückten Abnehmtricks von Schauspielerinnen gekannt hätte, hätte ich sie sofort nachgeahmt. Weniger die Nächte durchzufeiern hilft übrigens auch.

TV DIGITAL: Außer Pfunden haben Sie auch Ihre Haare für diese Rolle geopfert. Wie leicht oder schwer fiel Ihnen das?

Anne Hathaway: Das war die beängstigendste Erfahrung, die ich gemacht habe. Ich hätte nicht gedacht, dass ich durch einen Haarschnitt meine Identität infrage stelle – aber mich überkam auf einmal diese Angst, wer ich denn ohne lange Locken sein werde. Mir war auch vorher nie aufgefallen, wie viel ich mit meinen Haaren gespielt habe, als sie lang waren. Wahrscheinlich ein Zeichen von Unsicherheit. Jetzt kann ich mich nicht mehr dahinter verstecken, das hat mich offener und selbstbewusster gemacht.

TV DIGITAL: Für "Wolverine"-Fans wird es hart sein, Hugh Jackman singen zu sehen. Trällern Sie eigentlich auch zu Hause?

Hugh Jackman: Ich singe sehr viel. Jeden Tag, und das schon seit Jahren. Sobald ich unter der Dusche stehe, singe ich. Zum Leidwesen meiner Familie. Meine Kinder betteln mich ständig an, damit aufzuhören.

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Artikel vom 22. Februar 2013

Autor: Anke Hofmann

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