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Kirsten Bell (l) am Abfeiern mit Mila Kunnis und Kathryn Hahn

Kirsten Bell (l) am Abfeiern mit Mila Kunnis und Kathryn Hahn in "Bad Moms" - Foto © 2016 STX Productions, LLC. All Rights Reserved.

Eine Mami zum Verlieben

Kirsten Bell aus "Bad Moms"

Sie gilt als sympathisch normal, das typische "liebe Mädchen" eben. Doch mit ihrem neuen Film "Bad Moms" (ab 22.9. in den Kinos) testet Kristen Bell jetzt ein etwas derberes Image: Die 36-Jährige – selbst Mutter zweier Kindern – spielt die (zunächst) brave Kiki, Mama von insgesamt vier Kindern, die mit ihren Freundinnen (Mila Kunis, Kathryn Hahn) auf angeblich perfekte Erziehung pfeift und lieber Party macht.

"Für mich selbst war es weniger schwer als gedacht, Kind und Karriere unter einen Hut zu bekommen", berichtet "KB" im Interview mit TV DIGITAL. 2013 bekam sie mit Ehemann Dax Shepard ihre erste Tochter Lincoln, 2014 dann die zweite, Delta. "Natürlich litten wir am Anfang unter Schlafentzug, aber wir hatten Glück: Lincoln schlief schon nach etwa acht Wochen die Nacht durch." In ihrem neuen Kinofilm wird vor lauter deftigen Gags garantiert keiner durchschlafen. "Meine Lieblingsszene ist die, in der ich einen unbeschnittenen Penis spiele", sagt Bell grinsend. "Ich habe mich schon vor vielen Jahren gefragt, was ich in meiner Schauspielkarriere erreichen will – und instinktiv wusste ich: genau so etwas!"

Kinotrailer zu "Bad Moms"

Ihren Humor wird sie an die nächste Generation weitergeben: "Lincoln findet Furzgeräusche total lustig, sie hat also eindeutig den Humor von mir und Dax." Kristen Bells Auftritt in einem "Funny or Die"-Spaßvideo mit Tattoos wie "Insert Gear Here" unter dem Mund passt genau dazu. Der Hintergrund von "Bad Moms" ist natürlich ernst: Überforderte und unterschätzte Mütter reiben sich tagtäglich auf – und keiner kriegt’s mit. „Da ich selbst Mutter bin, habe ich große Empathie für Frauen, die zu ‚Bad Moms‘ werden. Vor allem vergessen Frauen oft, dass sie ja auch Mädchen sind, und als solche brauchen sie Freundinnen, mit denen sie Spaß haben", sagte sie im US-TV. Der sexy Star aus Serien wie "Veronica Mars" oder Kinohits wie "Die Eiskönigin" teilt Mütter in vier Gruppen ein: "Da ist die Tigermutter, die einen Vollzeitjob hat, aber dennoch das Kind zur Schule bringt und abholt, die schon ans Studium denkt, auch wenn die Kleine erst zehn ist. Dann die Glucken-Mama, die ihre Fünfjährige noch stillt und in Hippieklamotten rumläuft. Die perfekte PTA-Mutter (so benannt nach der Parent Teacher Association), die sich auch noch in der Schule einmischt. Und schließlich die Langweiler-Mutti, wie ich sie zu Beginn spiele."

Die Anerkennung von Frauen

Langweilig ist der Kampf von Kristen Bell um die Anerkennung von Frauen nicht. Und ein Film wie "Bad Moms" kann mehr dazu beitragen als das angestrengt wirkende Frauen-Remake von "Ghostbusters", dass – übrigens nicht wegen der Hauptdarstellerinnen – viele Kritiker enttäuschte. Kristen Bell selbst meldete sich im Juni zu Wort, als sie auf dem Kanal des Weißen Hauses der Onlineplattform "Medium" in einem Essay schrieb: "Männer und Frauen sind nicht gleich. Aber sollten Männer und Frauen gleiche Macht haben und das Gleiche verdienen? Ja! Wir gelten oft als sensibel, emotional, nicht konfrontativ. Hey Ladys, das sind positive Eigenschaften!" Von denen hat Kristen Bell natürlich auch einige – plus ihre Schönheit. So wurde sie auch, wie fast jedes Jahr, 2016 wieder einmal von einer Zeitschrift zur "Sexiest Woman Alive" gekürt (diesmal von "Glam Mag"). Insofern ist also weiterhin alles normal bei diesem "lieben Mädchen".

Artikel vom 07. September 2016

Autor: HOFMANN/NOELLE

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