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Interviews
Die Schauspielkollegen Emma Stone und Ryan Gosling

Die Schauspielkollegen Emma Stone und Ryan Gosling / Foto: © picture alliance /AdMedia

Emma Stone und Ryan Gosling im Interview

Zum Kinostart von ''Gangster Squad''

Ob mit "Chinatown" (1974), "Die Unbestechlichen" (1987) oder "L.A. Confidential" (1997) – Hollywood erschafft immer wieder Meisterwerke über die Hochzeit des organisierten Verbrechens. Ryan Gosling als Polizist und Emma Stone als Gangsterliebchen knüpfen in ''Gangster Squad'' (ab 24. Januar im Kino) auf großartige Weise daran an – und sprechen exklusiv in TV DIGITAL über Schönheit, Gewalt, die 40er-Jahre und ihr gutes Zusammenspiel.

TV DIGITAL: "Gangster Squad", ein Mix aus Action- und Neo-Noir-Film, spielt im Los Angeles der späten 40er-Jahre. Was fasziniert Sie an dieser Zeit?

Emma Stone: Das war Hollywoods goldenes Zeitalter, der Glamour begeistert mich immer wieder! Zudem feierten viele meiner Lieblingsschauspielerinnen in den 40ern ihre größten Erfolge, Bette Davis und Katherine Hepburn etwa. Beide waren kämpferische Frauen, die im Filmgeschäft die Hosen anhatten und – damals nicht selbstverständlich – großartige und komplexe Rollen spielten.

Ryan Gosling: Als Kind durfte ich nur Filme sehen, die meine Eltern in der Bücherei geliehen hatten, und die waren meist älteren Datums. Die 40er liegen mir schon allein deswegen am Herzen. Als ich später mit 16 Jahren nach Hollywood zog, glaubte ich, den Geist des goldenen Kinozeitalters in den Straßen zu spüren. Ähnlich ging es mir beim "Gangster Squad"-Dreh. Die Kulissenbauer hatten in Bellflower, Kalifornien, einen ganzen Straßenzug umgebaut, samt Nachtclub "Slapsie Maxie’s". Eine Zeitreise in die 40er, total surreal. Manchmal vergaß ich völlig, dass ich an einem Filmset war.


Kinotrailer zu ''Gangster Squad'':

Hier: die Kinorezension zu ''Gangster Squad''


TV DIGITAL: Frau Stone, Sie spielen Grace, eine Femme fatale, wie sie im Buche steht. Von welcher Hollywood-Ikone haben Sie sich inspirieren lassen?

Emma Stone: Von Lauren Bacall, die eine ähnlich rauchige Stimme hat wie ich. Den letzten Schliff gaben mir die Kostümbildner, die meinem Körper Kurven an den richtigen Stellen verpasst haben. Dazu steckten sie mich in ein ausgepolstertes Korsett. Das Ding war so bequem wie ein Ganzkörpergips!

TV DIGITAL: Nach dem Amoklauf in Aurora wurde der bereits abgedrehte Showdown im Grauman’s Chinese Theatre in Hollywood durch ein Finale in Chinatown ersetzt und der Filmstart verschoben. Kürzlich gab es erneut einen Amoklauf, diesmal in Newtown, Connecticut. Was geht Ihnen da durch den Kopf?

Ryan Gosling: Gewalt im Kino ist ein kompliziertes Thema. Es spricht sehr für Regisseur Ruben Fleischer, dass er die Szene sofort und ohne Diskussionen gestrichen hat, obwohl sie das Herzstück von "Gangster Squad" war.

Emma Stone: Solche grausigen Taten machen mich sprachlos. Ruben hat das einzig Richtige getan. Ich bin mir sicher, dass diese Tragödien die Debatte um die Rolle der Unterhaltungsmedien erneut anheizen wird. Ich persönlich kann Gewalt auf der Leinwand nur schwer ertragen, es sei denn, sie ist so überspitzt wie in "Zombieland" oder "Kill Bil". Bei Prügeleien oder gar Folterszenen leide ich körperlich mit. Nachdem ich "Reservoir Dogs" von Tarantino gesehen hatte, war ich tagelang völlig verstört.

TV DIGITAL: In der Klatschpresse tauchen Sie beide regelmäßig auf "Best Dressed"-Listen und in der Rubrik "Sexy" auf. Nervt das?

Emma Stone: Manchmal wird mir der Zirkus echt zu viel, dann mag ich mein eigenes Gesicht nicht mehr sehen. Dass ich gelegentlich anständig gekleidet bin, habe ich einzig meiner Stylistin Petra Flannery zu verdanken.

Ryan Gosling: Mir ist diese ganze Sexsymbol-Diskussion fürchterlich unangenehm, ich halte das alles für einen Witz. Obwohl ich meine Karriere natürlich einzig und allein meinen körperlichen Vorzügen zu verdanken habe!

TV DIGITAL: Die "Gangster Squad"-Truppe des LAPD hat es tatsächlich gegeben, Angehörige der damaligen Cops besuchten die Dreharbeiten. Wie war das für Sie?

Ryan Gosling: Ich habe mich mit den Kindern von Sergeant Jerry Wooters unterhalten, den ich im Film spiele. Das war ebenso nett wie aufschlussreich.

TV DIGITAL: Bereits in "Crazy, Stupid, Love." überzeugten Sie als Liebespaar. Was ist das Geheimnis Ihrer Harmonie?

Ryan Gosling: Da haben wir uns vor der Kamera zum Affen gemacht, das verbindet ungemein. Als wir jetzt eine Amour fou wie in Bogart-und-Bacall Filmen mimen sollten, dachten wir: nichts leichter als das. Aber versuchen Sie mal, bei der Arbeit mit Emma ernst zu bleiben!

Emma Stone: Harmonie? Davon habe ich gar nichts mitbekommen! Aber Scherz beiseite: Ich arbeite unglaublich gern mit Ryan zusammen. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil wir Schauspieler der Presse so gern erzählen, wie prima wir uns am Set verstanden haben.

TV DIGITAL: Vielen Dank, Emma Stone und Ryan Gosling, für das Interview.

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Artikel vom 24. Januar 2013

Autor: Angela Zierow

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