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Interviews
Oliver Pocher, 173 Zentimeter groß und 69 Kilogramm schwer, trainiert hart.

''Alle auf den Kleinen'': Oliver Pocher, 173 Zentimeter groß und 69 Kilogramm schwer, trainiert hart, um es mit gleich drei größeren Gegnern aufnehmen zu können. / Foto: © RTL

Zur Show ''Alle auf den Kleinen''

Interview mit Moderator Oliver Pocher

Da hilft ihm auch die große Klappe nicht mehr: In seiner neuen Show ''Alle auf den Kleinen'' muss der 1,72-Meter-Spaßvogel Oliver Pocher zeigen, was er kann. In einem Spielemarathon bis kurz nach Mitternacht stellt er sich drei größeren Herausforderern. Klingt verdächtig nach ''Schlag den Raab">Schlag den Raab''? Im Interview spricht der 34-Jährige über beide Formate. Außerdem über seine zuletzt seltenen TV-Auftritte – und Harald Schmidt.

TV DIGITAL: In Ihrer neuen Show "Alle auf den Kleinen" treten Sie gegen drei größere Kandidaten an. Haben Sie sich das gut überlegt?

Oliver Pocher: Sollte ich verlieren, werde ich nach der Show personelle Konsequenzen in der Redaktion ziehen. Nein, im Ernst, mit drei Gegnern wird es umso interessanter! Sie müssen bei jedem Spiel entscheiden, wer von ihnen gegen mich antritt, oder auch mal alle drei gegen mich spielen. Alle Kandidaten lernen sich aber erst in der Sendung kennen, was der Show ein psychologisches Moment verleiht.

TV DIGITAL: Dass die Sendung sehr stark an "Schlag den Raab" erinnert, können Sie nachvollziehen, oder?

Oliver Pocher: Das Prinzip, dass ein Moderator selbst gegen Kandidaten spielt, ist nicht das schlechteste. Es gibt einiges, was wir anders machen, etwa die Kandidatenauswahl. Wir wollen nicht nur den durchtrainierten Sportstudenten, der nebenbei Chirurg ist, bei der Bundeswehr arbeitet und maximal Mitte 30 ist. Wir nehmen auch den 50-Jährigen ohne Muskelpakete. Denn die Spiele sind sehr unterschiedlich: Von körperlich anspruchsvoll über Quiz bis Kindergeburtstag ist alles dabei.

TV DIGITAL: Der Titel der Show erinnert an Prügel auf dem Pausenhof. Haben Sie zu Ihrer Schulzeit einstecken müssen?

Oliver Pocher: Es ging. Ich konnte mich immer mit Humor herausretten und wusste auch, wenn es wirklich Spitz auf Knopf stand, den Mund zu halten. Oder mir stärkere Hilfe zu organisieren. Aber ich war als Klassenkasper eher beliebt und nicht oft in der Situation.

TV DIGITAL: Sie haben mit den Großen des TV zusammengearbeitet – Schmidt, Gottschalk, Jauch. Können Sie sich erklären, warum die Entertainer der älteren Generation Sie gern an ihrer Seite hatten?

Oliver Pocher: Ich bin gern Teamplayer und glaube, die Kollegen haben auch immer Spaß mit mir gehabt. Sicher haben sie sich auch einen Mehrwert von der Zusammenarbeit
ersprochen.

TV DIGITAL: Gab es Unterschiede bei den Herren, was ihre Arbeitsweise angeht?

Oliver Pocher: Nicht zu Unrecht hat jeder von ihnen ein gewisses Image, und das hat sich mir bei der Arbeit mit ihnen bestätigt. Von den Herren kann man schon eine Menge lernen, aber am Ende muss man sich selbst treu bleiben, sonst funktioniert es nicht.

Oliver Pocher trainiert

Im Studio von Felix Sturm bereitet sich Oliver Pocher für die neue Show mit einem Kraft- und Ausdauertraining wie auf einen Boxkampf vor. / Foto: © RTL

TV DIGITAL: Sie und Harald Schmidt haben mit Sky wieder denselben Arbeitgeber – und Sie sind sich wieder begegnet.

Oliver Pocher: Ja, in meiner Fußballsendung "Samstag live" gab es das große Wiedersehen – vor einem Publikum, das es sich leisten kann.

TV DIGITAL: Haben Sie sich drauf gefreut?

Oliver Pocher: Ich freue mich auf jeden Gast. Zu vielen Dingen habe ich eine andere Meinung als Harald, aber es gibt niemanden, dem ich nicht professionell gegenübertreten kann.

TV DIGITAL: Gucken Sie seine Sendung noch?

Oliver Pocher: Sehr viel auf Sky Go und Sky Anytime, was sich ja leider nicht in den Quoten niederschlägt. Im Ernst, ich glaube, mir geht es wie vielen: Ein Must-see ist es leider nicht mehr.

TV DIGITAL: Für alle, die kein Pay-TV haben, waren Sie nach Ende der "Pocher Show" selten zu sehen. War die Zeit nach der Absetzung Ihrer Late-Night ein verlorenes Jahr?

Oliver Pocher: Nein, überhaupt nicht. Ich bekam bei Sky Gelegenheit, mich mehr mit Sport zu beschäftigen, und hatte keine Probleme damit, im Free-TV eine Zäsur zu machen. Ich habe mit TV-Kollegen viel überlegt und konzipiert. Und ich kann jetzt schon mal sagen: "Alle auf den Kleinen" wird 2013 nicht das einzige Format mit mir im Free-TV bleiben. Ich werde wieder regelmäßig zu sehen sein, auch mit Shows, mit denen man vielleicht nicht gerechnet hat.


Sendehinweis: ''Alle auf den Kleinen''

Sonja Zietlow moderiert Pochers Duelle im Spiele-Parcours
,FR 4.1., RTL, 20.15 Uhr

Artikel vom 04. Januar 2013

Autor: Dirk Oetjen

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