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Interviews
Maria Furtwängler als ''Tatort''-Kommissarin Charlotte Lindholm
Fotos

Maria Furtwängler als ''Tatort''-Kommissarin Charlotte Lindholm in der Folge ''Wegwerfmädchen'' / Foto: © NDR/Gordon Muehle

Das Interview mit der TV-Kommissarin

Maria Furtwängler in einer ''Tatort''-Doppelfolge

Ein totes Mädchen im Müll, wilde Sexpartys in der High Society – der Tatort">"Tatort"-Zweiteiler, ''Wegwerfmädchen'' (9.12.) und ''Das goldene Band'' (16.12.), führt Maria Furtwängler (46) in die Abgründe der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Im Exklusiv-Interview mit TV DIGITAL spricht die Schauspielerin über das ungewöhnliche Krimi-Experiment sowie ihre Projekte für 2013 und erklärt, warum sie künftig nur noch einmal pro Jahr als Kommissarin Charlotte Lindholm fahnden will.

TV DIGITAL: Sie ermitteln erstmals an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen. Warum?

Maria Furtwängler: Im Brainstorming mit NDR-Fernsehspielchef Christian Granderath kamen wir darauf, zwei höchst komplexe Themen miteinander zu verweben: Zwangsprostitution und Korruption in Hannover. So entstand die Idee für diese Doppelfolge.

TV DIGITAL: Wie realistisch ist der Fall?

Maria Furtwängler: Sehr realistisch. Das Leben ist die beste Vorlage zur Entwicklung unserer Stoffe. Denken Sie nur an die ausschweifenden Partys von Versicherungskonzernen, die Verstrickungen der Hannover-Connection oder die Machenschaften des Bandenchefs Frank Hanebuth.

TV DIGITAL: Im Krimi werden minderjährige Mädchen missbraucht. Ist die High Society tatsächlich so amoralisch?

Maria Furtwängler: Ich arbeite nicht wirklich für die Kripo. Doch ich denke, dass sich so etwas durch alle Gesellschaftsschichten zieht, von der sogenannten Hautevolee bis hin zum Rockermilieu.

TV DIGITAL: Wie lange werden wir Sie noch als Charlotte Lindholm sehen?

Maria Furtwängler: Ich bleibe dem ''Tatort'' weiter verbunden, denn ich mag meine Figur einfach zu gern, um sie ganz aufzugeben. Ich habe mich aber entschlossen, in den nächsten zwei Jahren nur je eine Folge zu drehen.

TV DIGITAL: Weil Sie viel Zeit für die nächste Rolle brauchen? Gerüchten zufolge spielen Sie Leni Riefenstahl. Stimmt das?

Maria Furtwängler: Dieses Projekt liegt mir enorm am Herzen. Aber ich weiß auch, dass man sich genau überlegen muss, wie man Riefenstahls Geschichte erzählt, denn man trägt eine große Verantwortung, wenn man Personen der Zeitgeschichte verkörpert. Mich interessiert das Motiv der durch Hitler verführten Künstlerin, aber auch ihre Rolle als Verführerin. Mit ihrem einzigartigen Talent hielt sie Hitlers hypnotisierend wirkenden Masseninszenierungen auf Zelluloid fest. Zudem verhielt sie sich als Frau total konträr zum damaligen Rollenbild.

TV DIGITAL: Im Januar 2013 feiern Sie Ihr Theaterdebüt mit dem Stück "Gerüchte … Gerüchte…". Sind Sie aufgeregt?

Maria Furtwängler: Das Ganze ist sehr spannend. Wir haben am 13. Januar 2013 Premiere im "Theater am Kurfürstendamm" in Berlin. Für mich ist es das erste Mal, dass ich auf der Bühne stehe. Durch meine Mutter (Anm. der Redaktion: die Film- und Theaterschauspielerin Kathrin Ackermann) durfte ich bereits in meiner Kindheit die besondere Magie des Theaters erleben. Nun bereite ich mich selbst mit einem tollen Ensemble auf unser Stück vor. Theater funktioniert ganz anders als die Arbeit fürs Kino oder Fernsehen. Alles ist viel offener. Es fühlt sich ein bisschen an wie die Zeit vor meinem ersten Film. Ich freue mich schon sehr darauf.

TV DIGITAL: Vielen Dank, Maria Furtwängler, für das Interview.


Sendehinweis: ''Tatort: Wegwerfmädchen''

Teil 1 der spannenden Doppelfolge mit Maria Furtwängler
SO, 9.12., Das Erste, 20.15 Uhr

''Tatort: Das goldene Band''

Teil 2 der spannenden Doppelfolge mit Maria Furtwängler
SO, 16.12., Das Erste, 20.15 Uhr

Artikel vom 09. Dezember 2012

Autor: Mike Powelz

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