Michael Ealy spielt in ''Underworld Awakening'' den mutigen Detective Sebastian - das Exklusiv-Interview zum Kinostart. / Fotos: © 2012 Sony Pictures Releasing GmbH
''Underworld Awakening'' (Kinostart: 2. Februar 2012), dem vierten Teil der "Underworld"-Kinoreihe, verkörpert Michael Ealy ("Sleeper Cell") den menschlichen Detective Sebastian, der sich mit Werwölfen und Vampiren herumschlagen muss. Im Exklusiv-Interview spricht er über seine Vorliebe für Blutsauger, Kollegin Kate Beckinsale und die Stadt Vancouver.
Wie kam es zu Ihrer Beteiligung an diesem Projekt?
Michael Ealy: Ich arbeitete gerade an einem anderen Film, als mich der Präsident von Sony Screen Gems anrief und fragte, ob ich das ''Underworld'' -Franchise mag und bei dem neuen Teil mitmachen möchte. Meine Antwort lautete "Ja!" – daraufhin schickte er mir das Drehbuch und ich fand es toll.
Waren Sie bereits Fan der Filme?
Michael Ealy: Ja! Zwar bin ich nicht unbedingt mit Reißzähnen, blauen Kontaktlinsen oder Lykaner-Kappe rumgelaufen, aber ich mochte die Filme und ihre Machart.
Nach vielen Jahren in Gefangenschaft, kann Vampir-Kriegerin Selene (Kate Beckinsale) endlich entkommen und findet sich plötzlich in einer Welt wieder, in der die Menschen von der Existenz der Lykaner- und Vampir-Klans wissen. Die Menschheit setzt nun alles daran, diese beiden unsterblichen Spezies in einem erbarmungslosen Krieg vollständig auszurotten.
Bilderstrecke unten: Fotos aus ''Underworld Awakening''
Was an ''Underworld Awakening'' fanden Sie besonders interessant?
Michael Ealy: Mir bot sich damit die Möglichkeit, etwas im Science-Fiction-Genre zu machen, wozu ich bisher noch keine Gelegenheit hatte, und als "Neuling" in ein bewährtes Franchise einzusteigen. Außerdem gab es so viel Action wie nur irgend möglich – und das, obwohl ich einen Menschen spiele!
Gefällt es Ihnen, Action-Szenen zu drehen?
Michael Ealy: Total! Und ich hätte gern noch mehr davon, weil die Dreharbeiten zu diesem Film echt Spaß gemacht haben.
Was können Sie uns über Ihre Figur, Detective Sebastian, erzählen?
Michael Ealy: Detective Sebastian hat einen großen Verlust zu verkraften, was erst später im Film thematisiert wird. Aber er macht unbeirrt seinen Job weiter, immer in dem Wissen, dass ihm das Beste in seinem Leben genommen wurde. Das heißt: Er hat nichts zu verlieren...
Was mögen Sie an ihm?
Michael Ealy: Mir gefällt sein Realitätssinn. Als er zum ersten Mal auf Selene, die von Kate Beckinsale gespielt wird, trifft, hat er keinerlei Angst, obwohl sie ein Vampir ist und ihn mit Leichtigkeit töten könnte. Das einzige, was er kennt, ist Wut. Diese Portion rebellische Widerstandskraft und die verschiedenen Facetten der Figur mag ich sehr.
Wie ist es, mit Kate Beckinsale zu arbeiten?
Michael Ealy: Kate ist wirklich witzig, aber sobald „Action!“ gerufen wird, verwandelt sie sich mit einer außergewöhnlichen Leichtigkeit in Selene. Das ist echt klasse! Sie hat so viel Talent und die Zusammenarbeit mit ihr ist total unkompliziert. Wir hatten sehr viel Spaß am Set.
Es waren also spaßige Dreharbeiten?
Michael Ealy: Oh ja! Weil es so ein großer Film ist, wurde er in nicht-sequenzieller Abfolge gedreht, weshalb wir auch nicht immer alle zusammen am Set waren. Aber immer, wenn Kate in der Nähe war, flogen uns die Witze nur so um die Ohren. Vier Monate lang waren wir alle in Vancouver in dieser ganz eigenen Welt gefangen und brauchten einfach auch ein bisschen Spaß – wobei wir uns voll auf Kate verlassen konnten.
Wie hat Ihnen Vancouver gefallen?
Michael Ealy: Ich mag die Stadt sehr und es war großartig, den Film dort drehen zu können, auch wenn das Wetter nicht so gut war; den einen sonnigen Tag, den wir hatten, habe ich echt genossen. Das Hafengebiet, Downtown und die Strände sind einfach umwerfend, die Straßen sind voller Leben und toller Leute. Außerdem liefen gerade die Eishockey-Playoffs und die Menschen fieberten voll mit ihrem Team mit. Also, Vancouver ist wunderschön, aber es regnet eben sehr oft...
Erzählen Sie uns ein bisschen über ihre junge britische Schauspielkollegin India Eisley, die im Film Kate Beckinsales Tochter spielt!
Michael Ealy: India ist eine der smartesten jungen Schauspielerinnen, die ich jemals gesehen habe. Sie nimmt ihr Handwerk sehr ernst. Und sie mag es, in älterer Gesellschaft zu sein, daher ist ein Film-Set natürlich die ideale Umgebung für sie.
Sie hatten auch die Gelegenheit, mit einem anderen tollen Schauspieler zusammenzuarbeiten: Stephen Rea.
Michael Ealy: Stephen ist absolut professionell, vor der Kamera und auch abseits des Sets ein echt netter Typ. Wenn wir an der Hotelbar saßen, erzählte er immer Geschichten, die wirklich erkenntnisreich und interessant waren. Und er hat einen abgefahrenen Sinn für Humor!
Worin sehen Sie den Grund für den großen Erfolg der ''Underworld'' -Filme?
Michael Ealy: Ich denke, jeder von uns ist insgeheim besessen von diesem ganzen Vampir-Mythos.
Sie wären also lieber ein Vampir als ein Lykaner?
Michael Ealy: Ja, denn Vampire sind in der Regel sexy, verfügen über Geld, können echt gut kämpfen und leben Jahrhunderte lang. Und im Endeffekt ist es doch genau das, was eine Menge Leute sich wünschen: nicht zu altern...
In diesem Film spielen Sie jedoch einen Sterblichen...
Michael Ealy: Genau. Deshalb brauchte ich auch kein Make-up und musste nicht diese Zähne oder irgendetwas in der Art tragen. Aber wenn es eine Fortsetzung gibt, dann möchte ich gebissen werden und unsterblich sein.
Wie war es für Sie, mit zwei Regisseuren zu arbeiten?
Michael Ealy: Sie haben sich von Tag zu Tag abgewechselt und dabei immer sehr eng zusammengearbeitet, sie hatten eine gemeinsame Vision. Und sie zeigten keine Ermüdungserscheinungen, weil jeder von ihnen zwei oder drei Tage pro Woche sozusagen „frei“ hatte!
Hatten Sie Gelegenheit, Len Wiseman, den Schöpfer des ''Underworld'' -Franchise sowie Mitautor und Mitproduzent des Films, zu treffen?
Michael Ealy: Ja, allerdings kam es erst nach Abschluss der Dreharbeiten zu ''Underworld Awakening'' dazu, weil er selbst gerade „Total Recall“ drehte. Len ist echt ein harter Typ! Er hat dieses Franchise eigenhändig erschaffen und etabliert. Und ich habe ihm gesagt, dass ich nächstes Mal liebend gern wieder dabei wäre.
Man gewinnt den Eindruck, dass es Ihnen Spaß macht, als Schauspieler viele verschiedene Dinge auszuprobieren – ob Fernsehen, Theater oder die unterschiedlichen Kino-Genres.
Michael Ealy: Am Ende meiner Karriere möchte ich auf ein möglichst vielfältiges Schaffenswerk zurückblicken können. Was das Kino betrifft, wünsche ich mir, mich auch weiterhin durch die verschiedenen Genres bewegen zu können.
Was haben Sie aus diesem Projekt für sich mitgenommen?
Michael Ealy: Ich bin jetzt zum zweiten Mal in meiner Karriere in ein großes Franchise eingestiegen und Filme dieser Größenordnung wecken einfach das Kind in dir. Das liebe ich an solchen Projekten.
Was dachten Sie, als Sie ''Underworld Awakening'' zum ersten Mal in der fertigen Fassung sahen?
Michael Ealy: Oh Mann, das ist schnell! Die Bilder sind expliziter als in den anderen Filmen, die ich gesehen habe. Ich fand es toll! Genau so sollte ein Vampir/Werwolf-Film aussehen.
Und wie profitiert der Film vom neuen 3-D-Aspekt?
Michael Ealy: Die Splatter-Effekte, Explosionen und die ganze Action kommen dadurch viel plastischer rüber. Ich bin ein paar Mal zusammengezuckt, weil ich meinte, gleich von diesem herumfliegenden Zeug getroffen zu werden. Und durch den 3D-Effekt sieht das Ganze wie eine zum Leben erweckte Graphic Novel aus. Meiner Meinung nach sollten alle Filme dieser Art heute in 3-D sein.
Artikel vom 25. Januar 2012
Autor: PR
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