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Kesslers Kolumne
"TV-Agent" Michael Kessler.

Gefahr im Anzug: "Switch reloaded"- Star Michael Kessler in Agentenpose. - Foto © Stephan Pick für TV DIGITAL

Stilvolle Geburtstagsgrüße an James Bond

Dabbel-oh-sewwen

Lieber James Bond! Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag! Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass du schon viel älter bist. Liegt das an den vielen inzwischen recht greisen Herren, die dich mal verkörperten?

Im Jahre 1962 jagte Sean Connery als erster 007 den fiesen Dr. No. Der Schotte gilt vielen bis heute als der einzig wahre Bond. Nach ihm gaben sich viele Bonds bei M die Klinke in die Hand. Der kernige Connery übergab den Aston Martin an den farblosen George Lazenby. Der reichte die Walther PPK dann noch einmal Herrn Connery. Danach jagte Gentleman Roger Moore das Phantom, bis Q seine Gimmicks an den blassen Timothy Dalton aushändigte, der wiederum von Gentleman Pierce Brosnan abgelöst wurde.

Wenn einer Connery, den gerührten und nicht geschüttelten Wodka Martini reichen kann, dann ist es Daniel Craig. Endlich ist James Bond wieder ein rauer, cooler Typ und kein britischer Dandy. Craig war für die 007-Fans ein Quantum Trost, denn er ließ die tot geglaubten Spionagegeschichten aus der Zeit des Kalten Krieges wieder aufleben und gibt ihnen einen modernen Anstrich. Das ist gar nicht so einfach, denn James Bond ist Legende und die erfolgreichste, längste und einzige "Kino-Serie" der Welt.

Mit "Skyfall" kommt die 23. Folge der Agenten-Saga von Ian Fleming ins Kino. Auch wenn dessen Romane alle längst schon verfilmt sind, arbeitet der "Geheimdienst Ihrer Majestät" weiter, mit anderen Autoren und neuen Geschichten. Aber das ist uns egal. Hauptsache, alle paar Jahre ballert ein neuer Bond über die Leinwand.

In keinem Kinofilm und keiner Figur fühlen wir uns so zu Hause. Denn seit 50 Jahren gilt bei Bond dasselbe Strickmuster: ein actionreicher Beginn, ein Schuss, das berühmte James-Bond-Thema, zu dem das rote Blut über die Leinwand läuft, der exotische Vorspann mit einem Titelsong von Shirley Bassey, Madonna oder Adele – und dann das Warten auf den bösen Bösewicht. Der will eigentlich immer nur alle in die Luft jagen, oder er knackt Fort Knox wie Bonds bester Bösewicht, Gert Fröbe alias "Goldfinger".

Gut, dass Mister Bond die Doppelnull-Lizenz zum Töten hat und jedes Mal die Welt rettet. 007 ist ritueller Kult. Generationen von Männern kauften sich die Bond-Uhr und träumten von Bonds Autos, Anzügen und – natürlich – den Bond-Girls mit erregenden Namen wie "Pussy Galore" oder "Holly Goodhead". Ich war, bin und bleibe Fan von 007 und hoffe noch auf viele gute Streifen. Und so schicke ich Liebesgrüße aus Deutschland und rufe unserem Jubilar zu: Stirb an einem anderen Tag!

Artikel vom 02. November 2012

Autor: Michael Kessler

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