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Mystery-Serie Touch mit Kiefer Sutherland.

Neu auf ProSieben: Die Mystery-Serie Touch mit Kiefer Sutherland als Martin Bohm. - Foto © 2012 Fox Broadcasting Co./Brian Bowen Smith

Mystery-Serie Touch

Im TV-Programm auf ProSieben

Eine einzige Rolle machte ihn zur Ikone: Als Top-Agent Jack Bauer bewahrte Kiefer Sutherland in der Kultserie "24" die Welt mehrfach vor Kriegen und Katastrophen – und es war schwer vorstellbar, dass man ihn jemals wieder in einer anderen Rolle als der des toughen Helden sehen würde.

Aber Sutherland hat den Mut zur Image-Korrektur und präsentiert sich jetzt von einer ganz anderen Seite. In der neuen Mystery-Serie "Touch" (ab 26.3., 21.10 Uhr, ProSieben, siehe TV-Tipp rechts) spielt er den von Schicksalsschlägen gepeinigten New Yorker Martin Bohm.

Die Frau des früheren Journalisten und jetzigen Gepäckabfertigers kam bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ums Leben, seitdem kümmert sich Bohm allein um seinen Sohn Jake (David Mazouz). Eine Aufgabe, an der er fast zerbricht, denn der Elfjährige ist komplett verschlossen, hat noch nie ein Wort gesprochen, wird bei Berührungen aggressiv und kritzelt den ganzen Tag lang wie besessen Zahlenkolonnen in ein Notizbuch. Die offizielle Diagnose lautet: Autismus.

Erst der mysteriöse Professor Arthur Teller (Danny Glover) erkennt, dass der Junge eine Gabe besitzt: Jake sieht, wie die Handlungen von Menschen weltweit miteinander verbunden sind, nach welchen Mustern das Leben auf der Erde abläuft, und kann die Zukunft voraussehen. Martin versucht, die Hinweise seines Sohnes zu entschlüsseln, um die Ereignisse zu verhindern oder auch zustande kommen zu lassen. So stoppt er zum Beispiel gleich zu Beginn der Serie ein Selbstmordattentat.

"Eigentlich wollte ich nach acht Staffeln '24' ein bisschen Abstand vom Fernsehen haben und Theater am Broadway spielen", sagt Sutherland. "Aber das Drehbuch hat mich sofort begeistert. Zum einen, weil meine Rolle so komplett anders ist als die des Jack Bauer. Zum anderen, weil 'Touch' es schafft, eine spannende Mystery-Geschichte mit einer bewegenden Vater-Sohn-Beziehung zu verknüpfen. Martin Bohm will eigentlich nicht die Welt retten – er will einfach nur mit seinem Sohn kommunizieren."

Das Drehbuch stammt von "Heroes" sein Händchen für intelligente Mystery-Unterhaltung bewiesen hat. Bei "Touch" ist er zusätzlich als Produzent verantwortlich, und die Serie könnte sein nächster weltweiter Erfolg werden – den Auftakt sahen in den USA zwölf Millionen Zuschauer. In mehr als 100 Ländern werden die Folgen schon kurz nach ihrer Ausstrahlung in den USA gezeigt – bei uns laufen sie jeweils nur eine Woche danach.

Vielleicht sind die Zeiten bald endlich vorbei, in denen Serienfans ewig auf den Import hochklassiger US-Produktionen warten mussten. Die bereits am 27.2. ausgestrahlte Pilotfolge zeigte ProSieben am 25.3. noch einmal, ab dem 26.3. läuft "Touch" dann jeden Montag. 13 Episoden hat der US-Sender Fox produziert, und wenn es nach Kiefer Sutherland geht, sollen noch viele weitere folgen: "Ich hoffe, wir haben Erfolg und dürfen an dieser Serie ein paar Jahre lang arbeiten. Das Großartige an einer guten Serie ist ja, dass sich komplexe Charaktere verändern und wachsen – so wie Jack Bauer immer härter und emotionsloser wurde, würde ich gern zeigen, wie Martin Bohm immer offener und ausgeglichener wird."

Wenn die Serie das hohe Niveau des Auftakts hält, dürfte einer Fortsetzung nichts im Wege stehen. Zwar sind die Bedeutungen von Jakes Zahlen für den Zuschauer hin und wieder so verwirrend wie für den Vater des Jungen, aber die Charaktere sind interessant, die Mischung aus Gefühl und Spannung stimmt. Und für alle, die Kiefer Sutherland doch lieber als harten Typen sehen, gibt es auch gute Nachrichten: "Wir werden definitiv einen '24'-Kinofilm machen“, sagt der Star. "Ich hoffe, dass wir schon im April mit den Dreharbeiten beginnen."

Artikel vom 27. März 2012

Autor: Sven Sakowitz

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