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Fotoshooting mit den "Doctor’s Diary"-Stars - darunter Diana Amft
Fotos

Fotoshooting mit den "Doctor’s Diary"-Stars - darunter Diana Amft als Gefangene im Knast / Fotos: © Marc Rehbeck für TV DIGITAL

Dazu: Interview mit Diana Amft & Kollegen

Fotoshooting mit den "Doctor’s Diary"-Stars

Nass, grau, kalt: Das Wetter an diesem stürmischen Frühwintertag passt perfekt zur Örtlichkeit. TV DIGITAL bittet zu einem Gefängnistermin. Die neuen Insassen der stillgelegten Vollzugsanstalt in Berlin-Köpenick? Die Stars der RTL-Erfolgsserie "Doctor’s Diary", die jetzt in die dritte Staffel geht. Einen ganzen Tag lang heißt es für die Schauspieler: Knast statt Krankenhaus. Neben aufwendigen Gefängnis-Fotos im Stil der 50er-Jahre geht es vor allem um Antworten. Was ist das Erfolgsgeheimnis der Serie? Welcher der fünf Darsteller ist vorbestraft? Dem TV-DIGITAL-Kreuzverhör stellen sich Diana Amft, Florian David Fitz, Kai Schumann, Steffen Groth und Elyas M’Barek.

Hier der Making-of-Film zum Fotoshooting

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Diana Amft im Interview mit TV DIGITAL

TV DIGITAL: Passend zur Umgebung die naheliegende Frage zuerst: Haben Sie schon mal Ärger mit dem Gesetz gehabt oder sogar mal im Gefängnis gesessen?

Diana Amft: Nein, zum Glück noch nicht. Ich war bisher gesetzestreu. Das liegt wohl an den vielen Polizisten in meiner Familie. Bis auf ein paar Strafzettel habe ich mir nichts zuschulden kommen lassen.

Kai Schumann: Ja, ich habe tatsächlich mal eine Nacht im Knast verbracht.

TV DIGITAL: Klingt spannend. Wie kam es dazu?

Kai Schumann: Als ich 17 Jahre alt war, bin ich nach Wunsiedel in Oberfranken gefahren. Dort wollte ich mit anderen die Neonazis beim Rudolf-Heß-Gedenkmarsch stören. Auf dem Weg hielten wir an einer Raststätte. Ich stand etwas abseits, als ich Lärm hörte: Ein paar Demonstranten schlugen ein Auto kurz und klein. Dummerweise gehörte der Wagen nicht den Neonazis, sondern Zivilfahndern. 30 Sekunden später lagen wir alle mit Handschellen gefesselt am Boden.

TV DIGITAL: Was passierte dann?

Kai Schumann: Man brachte uns auf den Gefängnisinnenhof einer Wache, wo wir die ganze Nacht stehen mussten. Zum Glück war Sommer und eine Demonstrantin, in die ich mich kurz zuvor verliebt hatte, war auch dabei. Es war also eher romantisch. Zwar waren wir mit Kabelbindern gefesselt, aber die Mädels haben sie mit ihren Haarnadeln geöffnet. So konnten wir sogar heimlich eine Zigarette rauchen. Wenn jemand schaute, haben wir die Hände ganz schnell wieder in die Handfesseln gesteckt.

TV DIGITAL: Will noch jemand ein Geständnis ablegen?

Florian David Fitz: Gesessen habe ich nicht, aber als Elfjähriger habe ich geklaut und bin im Spielzeugladen erwischt worden.

TV DIGITAL: Wie haben Ihre Eltern reagiert?

Florian David Fitz: Nachdem ich zur Polizeiwache gebracht wurde, ließ mich mein Vater dort stundenlang schmoren. Dann kam er und sagte keinen Ton. Das machte mehr Eindruck auf mich als die größte Strafpredigt.

TV-Ärztin Diana Amft fürchtet Bakterien


TV DIGITAL: Bei "Doctor’s Diary"“ sind Sie Drehs an echter Location gewohnt. Spielt es sich in einem richtigen, wenn auch stillgelegten Krankenhaus anders als im Studio?

Diana Amft: Ja, ich spüre einfach: Das ist keine Kulisse, sondern echt. Das hilft, ist aber auch problematisch. Ich mag die OP-Szenen nicht besonders. Schließlich benutzen wir Original-Operationsbesteck. Ich frage mich außerdem oft, wie viele Menschen schon in diesem Raum operiert wurden. Gab es ähnliche Komplikationen, wie die, die wir gerade spielen? Ein bedrückendes Gefühl.

Elyas M’Barek: Mir geht es ähnlich. Allein dieser Krankenhausgeruch! Ich stelle mir ebenfalls vor, was da früher so alles passiert ist. So lustig der Dreh meistens ist: Ich bin immer froh, wenn ich wieder raus darf.

Steffen Groth: Wobei das bei Diana schon etwas weiter geht – eher in Richtung Bakterienphobie. Selbst wenn klar ist, dass alles steril ist, fasst sie es nicht gern an. Die Idee, dass in diesem Krankenhaus noch Erreger herumgeistern, ist bei ihr sehr lebendig.

Diana Amft: Es stimmt: Sogar bei den Proben trage ich Handschuhe. So habe ich wenigstens etwas Distanz zum Skalpell.

TV DIGITAL: Müssen Sie sich dafür manchmal Spott anhören?

Elyas M’Barek: Das hängt davon ab, wie viel wir zwischen zwei Szenen zu tun haben.

Diana Amft: Klar gibt es hin und wieder einen Spruch oder Streich, aber nichts Schlimmes.

Florian David Fitz: Diana ist da schon sensibel. Eine Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet sie eine Ärztin spielt. Meine Rolle färbt allerdings auch auf mein Verhalten in den Drehpausen ab. Ich trieze Diana ziemlich gerne. Sie ist aber auch ein dankbares Opfer.

TV DIGITAL: Das heißt: keine Gnade für die Kollegin?

Florian David Fitz: Natürlich nicht. Ich bin da wie auf dem Schulhof. In dem Krankenhaus gibt es große Insekten, damit kann man sie wahnsinnig gut erschrecken. Mittlerweile ist sie so traumatisiert, dass ich ihr gar keine mehr zeigen muss, sondern nur noch so tun muss, als ob.

TV DIGITAL: Viele neue deutsche Serien sind in den letzten Jahren gefloppt. Hat einer von Ihnen bei "Doctor’s Diary" geahnt, dass es einmal drei Staffeln geben würde?

Diana Amft: Nein. Ich weiß noch, dass ich beim Lesen des Drehbuchs der ersten Folge dachte: Wow! Daraus wollen die eine Serie machen? Wie soll dieses Niveau gehalten werden? Ich fand es extrem gut. Schön, dass die Zuschauer es offenbar ähnlich sahen.

Florian David Fitz: Ich denke, jeder von uns hat gespürt: Die Serie ist richtig gut. Nur leider bedeutet das gar nichts. Qualität ist eben nicht dasselbe wie Quote. Als ich dann hörte, dass die erste Staffel ausgerechnet im Sommer startet, dachte ich: Vergiss es, das wird kein Schwein sehen! Damit ist das Ding durch. Aber es hat funktioniert. Die Serie holte nicht nur zahlreiche Preise, sondern wurde auch zum Quotenhit.

Artikel vom 05. Januar 2011

Autor: Michael Tokarski

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