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Werbekampagnen der GEZ gehören der Vergangenheit an.

Werbekampagnen der GEZ gehören der Vergangenheit an. Künftig muss jeder Haushalt automatisch den Beitragsservice zahlen. / Foto: © picture alliance

Aus GEZ-Gebühr wird zum 1. Januar Beitragsservice

17,98 Euro pro Haushalt

Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) gehört ab dem 1. Januar 2013 der Vergangenheit an. Ab dann heißt die Rundfunkgebühr ''ARDZDFDeutschlandradio Beitragsservice'' und wird automatisch für jeden Haushalt erhoben. Welche Geräte tatsächlich vorhanden sind, spielt keine Rolle mehr. Die Höhe bleibt übrigens die gleiche: 17,98 Euro pro Monat.

Der Protest gegen den neuen Beitragsservice in Deutschland ist groß. Das Hauptargument lautet: Auch wer keinen Fernseher hat, muss die volle Gebühr bezahlen. Tatsächlich trifft dies aber nur auf eine kleine Minderheit zu. Gerade mal 3,8 Prozent der deutschen Haushalte besaßen laut Statistischem Bundsamt im Jahr 2011 kein TV-Gerät. Verfügen diese Haushalte zudem über Computer mit Internetanschluss oder Smartphones, können dort ebenfalls die Programme der Öffentlich-Rechtlichen genutzt werden. Das Nachsehen haben in erster Linie alle Schwarzseher, die bisher ihre Rundfunkgeräte nicht angemeldet hatten.

Wer spart durch den neuen Haushaltsbeitrag?

Familien: Für viele ehrliche Gebührenzahler wird es jetzt günstiger. Betroffen sind zum Beispiel Familien mit erwachsenen Kindern, die noch zu Hause wohnen und über eigenes Einkommen verfügen. So mussten Auszubildende, die einen Fernseher auf ihrem Zimmer stehen haben, bisher ebenfalls die volle Gebühr zahlen. Das fällt nun weg.

Wohngemeinschaften: Auch WGs brauchen die Haushaltsabgabe künftig nur noch einmal zu zahlen. Gleichzeitig sind damit auch alle privat genutzten PKW mit Autoradio abgedeckt.

Unverheiratete Paare: Auch hier werden ab dem 1. Januar nur noch 17,98 Euro für alle Fernseher und Radios - inklusive der Autoradios - fällig. Dabei ist es irrelevant, wem welches Gerät gehört.

Wichtig: Zwar erfolgt die Umstellung der Rundfunkgebühr auf den neuen Haushaltsbeitrag automatisch, doch wer künftig durch die Änderungen nicht mehr beitragspflichtig ist, muss dies dem Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio, 50656 Köln schriftlich mitteilen und dabei die bisherige Teilnehmernummer sowie die Nummer des künftigen Beitragszahlers angeben.

Für welche Wohnungen muss gezahlt werden?

Beitragsfrei sind leer stehende Wohnungen - ob möbliert oder nicht -, Zimmer in Gemeinschaftsunterkünften wie Kasernen und Internaten und Gartenlauben, die nicht zum dauerhaften Wohnen geeignet sind. Bezahlt werden muss hingegen für privat genutzte Ferienwohnungen und Zweitwohnungen.

Wer kann sich überhaupt noch befreien lassen?

Die meisten Menschen, die bisher automatisch von der Rundfunkgebühr befreit waren, zahlen künftig den ermäßigten Beitrag von 5,99 Euro pro Monat. Dies gilt zum Beispiel für viele Behinderte.

Lediglich Taubblinde und Empfänger von Blindenhilfe nach § 72 SGB XII sowie § 27 d BVG brauchen auch in Zukunft keinen Beitrag zu zahlen. Zudem können sich Empfänger von Ausbildungsförderung und Empfänger staatlicher Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und der Grundsicherung im Alter befreien lassen. Hier gibt es Informationen, wie der Antrag gestellt werden muss.

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Artikel vom 01. Januar 2013

Autor: Jana Mareike von Bergner

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