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Im TV-Programm: Bundespräsident Christian Wulff zurückgetreten
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Im TV-Programm: Bundespräsident Christian Wulff zurückgetreten / Foto: © dpa

Im TV-Programm: Bundespräsident Christian Wulff zurückgetreten

Das Sonderprogramm der TV-Sender

Bundespräsident Christian Wulff ist am Freitag zurückgetreten. In einer öffentlichen Erklärung im Schloss Bellevue sagte er: "Unser Land braucht einen Präsidenten, der vom Vetrauen der breiten Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger getragen wird." Da dies bei ihm nicht mehr der Fall sei: "trete ich heute vom Amt des Präsidenten zurück." Die Amtsgeschäfte wird Bundesratspräsident Horst Seehofer vorübergehend übernehmen.

Donnerstagabend hat die Staatsanwaltschaft Hannover die Aufhebung seiner Immunität beantragt, um gegen Christian Wulff ermitteln zu können. Christian Wulf steht unter dem Verdacht, sich in seiner Beziehung zu Filmunternehmer David Groenewold der Vorteilsnahme und Vorteilsgewähung schuldig gemacht zu haben.


Bildestrecke unten: der Fall Wulff

Christian Wulff rechnet damit, dass die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft zu seiner vollständigen Entlastung führen werden, denn er habe sich stets juristisch korrekt verhalten. Zudem bedankte sich der scheidende Bundespräsident bei seiner Frau Bettina, die ihm in den vergangenen Monaten ein starker Halt gewesen sei, und betonte, wie sehr sie beide die Berichterstattung in den Medien verletzt habe. Das Fazit von Christian Wulff: "Ich habe Fehler gemacht, aber ich war immer aufrichtig."

Im Anschluss trat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel im Bundeskanzleramt für ein Statement vor die Presse. Dafür hatte die Bundeskanzlerin kurzfristig ihre für heute geplante Italienreise abgesagt.

Die Bundeskanzlerin bedankte sich beim scheidenden Bundespräsidenten für sein Engagement für ein "offenes modernes Deutschland" und die geleistete Arbeit: "Er und seine Frau Bettina haben dieses Land im In- und Ausland würdig vertreten." In Bezug auf die geplanten Ermittlungen der Staatsanwalt Hannover sagte sie: "Es ist eine Stärke unseres Rechtsstaates, dass er jeden gleich behandelt."

Bundeskanzlerin Angela Merkel bekundete ausdrücklich ihren Respekt für Christian Wulffs Entscheidung zurückzutreten und kündigte Gespräche mit FDP, SPD und Grünen an, um einen Nachfolgekandidaten zu finden.


Wulffs Rücktritt im TV-Programm


Sonntag, 19. Februar 2012

''Presseclub: Der Nächste, bitte! - Was kommt nach Wulff?'' (12 Uhr, Das Erste)
Wochenlang beschäftigte die Causa Wulff die Republik. Nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover die Aufhebung der Immunität des Bundespräsidenten beantragt hatte, erklärte Christian Wulff am 17. Februar seinen Rücktritt.

"Bericht aus Berlin: u.a. Die Suche" (18.30 Uhr, Das Erste)
Kanzlerin Merkel will einen überparteilichen Kandidaten für das Präsidentenamt - Ein Versuch, den Schaden durch die Affäre Wulff für sich zu begrenzen. Dazu ein Studiogespräch mit Gregor Gysi, Die Linke. Fraktionsvorsitzender


Artikel vom 17. Februar 2012

Autor: Jana Mareike von Bergner

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