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Ozeanologe Bob Ballard auf der Suche nach Suche nach Schiffwracks
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Ozeanologe Bob Ballard auf der Suche nach Suche nach Schiffwracks / Foto: © National Geographic Television

Neue Doku-Reihe: ''Bob Ballards Reich der Tiefsee''

Auf National Geographic

Man könnte ihn auch den "Indiana Jones der Meere" nennen. Nicht weil Bob Ballard ein besonderes Faible für dunkle Hüte, Lederjacken oder Peitschen hat, sondern weil er ein ähnliches Doppelleben wie der berühmte Film-Draufgänger zwischen Hörsaal und Abenteuer führt: Der 70-Jährige unterrichtet an der Universität von Rhode Island Ozeanografie, doch immer wieder zieht es ihn hinaus auf den Ozean, um bisher unerforschte Meerestiefen zu erkunden. Auf den Grund der Meere können ihn die Zuschauer in der neuen Doku-Reihe ''Bob Ballards Reich der Tiefsee'' auf National Geographic begleiten (ab 20.11., 21.05 Uhr).

Und in der "ewigen Dunkelheit", wie er die unbekannte Tiefe nennt, gibt es für ihn noch allerhand zu entdecken. Wissenschaftler sind sich einig, dass erst fünf Prozent der Unterwasserwelt erforscht wurden. So bleibt für den US-Amerikaner noch eine riesige Spielwiese, auf der er ganz ungestört seinen Forscherdrang ausleben kann.

Ausgangspunkt seiner neuesten Reise ist zunächst allerdings der "höchste Berg der Erde": Die Spitze des hawaiianischen Vulkans Mauna Kea ragt zwar "nur" 4205 Meter in die Höhe. Rechnet man jedoch die 6000 Meter dazu, die unter Wasser liegen, steht Bob Ballard auf dem Gipfel der Welt. Von hier blickt er aufs Meer, wo sich das eigentliche Ziel seiner Expedition befindet: Loihi, eine benachbarte Vulkaninsel, die noch in der Tiefe des Ozeans schlummert, aber irgendwann in den kommenden tausend Jahren emporsteigen wird.

Mit zwei Mini-U-Booten, beide kleiner als eine Fischbrötchenbude, geht es 1000 Meter tief hinab. An den Bullaugen sind HD-Kameras angebracht, die Wände sind aus zweieinhalb Zentimeter dickem Stahl, um dem wahnsinnigen Wasserdruck standzuhalten. Ein normales Marine-U-Boot würde in dieser Tiefe auseinanderbrechen.

Ballard und sein Team finden hier unten nicht nur ein japanisches U-Boot, dass vor Pearl Harbor torpediert und versenkt wurde, sondern auch seltene Fische und Korallenarten, die bis zu 5000 Jahre alt sind. Die gefährliche Expedition wird begleitet vom Grummeln des Unterwasservulkans, der jederzeit ausbrechen könnte. Berührungen des U-Boots mit dem Gestein könnten gar für Unterwasser-Erdrutsche sorgen.

"Die Leute fragen mich immer: ,Was wirst du da unten finden?‘ Keine Ahnung, sonst würde ich ja nicht runtertauchen!", sagt Bob Ballard mit einem Lachen. Er hat vieles entdeckt – den Heiligen Gral, so wie Indiana Jones, hat er aber (noch) nicht gefunden.


Sendehinweis: ''Bob Ballards Reich der Tiefsee''

Der Forscher geht den Ozeanen auf den Grund
DI, 20.11., National Geographic, 21.05 Uhr

Artikel vom 20. November 2012

Autor: David Siems

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