Eisenbahnstraße Leipzig

Crimespot oder Multikulti-Wunderland?

Dokumentation / D 2016
Mi, 30.11.
15:00 - 15:30
4 out of 4 based on 1 reviews

Beschreibung

Crimespot oder Multikulti-Wunderland? - Die Eisenbahnstraße im Leipziger Osten. Zu DDR-Zeiten eine beliebte Bummelmeile mit vielen Geschäften und Kinos. 27 Jahre nach Mauerfall ist sie angeblich die schlimmste Straße Deutschlands. Auf den ersten Blick scheint alles klar. Kriminalität, Drogen und rivalisierende Rocker-Gangs gehören zum Straßenbild. Aber was ist wirklich dran am Etikett "schlimmste Straße Deutschlands"? Wird die Eisenbahnstraße für alle Zeit die Kriminalitäts-, Ausländer- und Armen-Statistiken der Stadt Leipzig anführen? Glaubt man der Berichterstattung in den Medien, darf man sich kaum tagsüber und erst recht nicht abends auf diese Straße trauen. Taxifahrer verriegeln vorsichtshalber die Wagentür bei der Durchfahrt. Drogendealer und Kleinkriminelle haben sie zu ihrem Hauptarbeitsplatz erkoren, und die Polizei scheint machtlos zuzusehen, wie die verschiedenen Clans das Revier untereinander aufteilen. Aber da gibt es auch die andere, bunte Seite der Straße. Studenten und Künstler, die sie als neuen Hotspot der Stadt sehen. Die Mieten sind noch günstig und unkonventionelles Leben ist möglich. Wenn sich der deutsche alteingesessene Mehr-Generationen-Betrieb, der irakische Händler, der Fahrrad-Dieb und der Drogendealer, der Immobilienmakler, der Imam, der Hausmeister, die WG oder der Chrystal-Meth-Abhängige zu dieser Straße äußern, entsteht ein Bild, das die Gefahr nicht verschweigt, aber die Hoffnung betont, dass Anwohner und Stadtverantwortliche die Chance nutzen, aus diesem sozialen Brennpunkt einen multikulturellen Schmelztiegel zu formen.

Sendungseigenschaften

ANZEIGE
Die neue TV DIGITAL TVDIGITAL Abo-Shop