Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Zwei ungleiche Geschwister - Klöster Haghpat und Sanahin (Armenien)

Dokuserie / D 2006
So, 22.01.
06:45 - 07:00
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Beschreibung

Zwei ungleiche Geschwister - Klöster Haghpat und Sanahin (Armenien) - Armenien gilt als erstes Land, in dem das Christentum Staatsreligion wurde. Der christliche Glaube ist Identifikation, Dreh- und Angelpunkt der Armenier. Der äußere Ausdruck dafür sind Kirchen und Klöster, die ab dem 10. Jahrhundert nicht allein zum religiösen, sondern auch zum geistigen, kulturellen und teilweise auch zu politischen Schaltstellen Armeniens wurden. Die Klöster Haghpat und Sanahin gehören zu den wichtigsten Bauwerken Armeniens. Gegründet wurden beide nach 960 von der Königin Chosrowanusch. Obwohl sie einerseits zwei selbstständige Klöster waren, sind sie geschichtlich betrachtet Geschwisterklöster mit sich ergänzenden Ensembles. Das Kloster Haghpat war ein Wehrkloster, das über dem gleichnamigen Ort von Weitem sichtbar thront. Eingebettet in die Berglandschaft scheint die Anlage, als wüchse sie aus der Erde empor. Sanahin gilt als die vollkommenste Klosteranlage Armeniens. Die Legende erzählt, ein bedeutender Geistlicher habe der Klosteranlage den Namen gegeben: San-a-hin, was bedeutet: "das ist älter", und zwar älter als Haghpat. Mittelpunkt des Klosters und ein absolutes Kleinod der Baukunst ist die Bibliothek. Sie weist Sanahin als einen gewichtigen Ort des armenischen Geistesleben aus. Das Wahrzeichen von Haghpat besitzt als architektonisches Meisterstück den mehreckigen, oktogonalen Glockenturm von 1245. Die durch Rosetten gemildert strenge Geometrie seiner Fenster lässt sich als "Menschengestalt" deuten und als Kreuz, das in vielfältiger Form die Baukunst Armeniens schmückt.

Filmstab

Drehbuch
Rudij Bergmann

Sendungseigenschaften

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