Die dreiste Masche von Lea und Rene.

„Armes Deutschland“: Reich werden mit Hartz-IV-Betrug und gebrauchten Socken

20.01.2021 um 19:47 Uhr

Die RTLZWEI-Sendung „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern“ dürfte bei den Zuschauern immer wieder für fassungsloses Kopfschütteln sorgen. So auch die letzte Folge der Sozial-Doku, in der Lea und Rene ihre dreisten Tricks und zweifelhaften Geschäfte offenbaren.

Renes Einstellung ist klar: „Ich finde, dass sich Arbeiten für uns nicht lohnt. Wir können uns auch auf anderem Wege finanzieren.“ Wie diese zweifelhaften Einnahmequellen aussehen, erfahren die Zuschauer ohne Umschweife: Um noch mehr Geld zu kassieren, will sich Lea (18) etwa eine „Fake-Wohnung“ zulegen. Sie will auf Wohnungssuche gehen, obwohl sie eigentlich gar nicht bei Rene (21) ausziehen will. „Wir suchen halt so ne Wohnung für mich, dass ich da einfach gemeldet bin, dass ich da einfach einen Wohnsitz habe, wo ich dann halt ganz normal auch meine Post hinbekomme und alles und bekomme mein Hartz IV“, erklärt sie ihren dreisten Plan, der ihr eine Anzeige wegen Sozialbetrugs einbringen könnte.

Die TV-Anleitung zum Hartz-IV-Betrug

Ausgedacht dürfte sich diese Masche aber wohl eher ihr Freund Rene, der nach vier Jahren Hartz IV scheinbar alle Tricks und Schlupflöcher zu kennen scheint: „Beim Jobcenter, da lohnt es sich tatsächlich, ne Zweitwohnung anzumieten, als wie wenn man zu zweit in einer Wohnung lebt.“ Über mögliche Konsequenzen denkt er nicht nach, denn Rene geht schlichtweg davon aus, dass er mit diesem Plan nicht auffliegt, solange er nicht angeschwärzt wird.

Noch abgezockter betreibt das junge Paar ein lukratives, aber auch zweifelhaftes Business: Den Verkauf von getragenen Socken. Leas mindestens vier Tage getragene Socken werden vakuumverpackt und über Instagram verkauft. „Ich brauche nur die Bilder hochladen und dann kommen die Leute, die das kaufen wollen“ erklärt Lea das eklige Geschäftsmodell. Verkauft werden die getragenen Socken dann 25 bis 50 Euro. „Unser Highlight-Monat ist bis jetzt der Februar“, erklärt Rene. „Da hatten wir über 3000 Euro.“ Wer die Socken kauft und warum, interessiert das Paar nicht - und wir wollen uns an dieser Stelle auch nicht näher mit dem Thema befassen.

Zusatzeinkünfte, von denen das Jobcenter natürlich nie etwas erfährt. Rene träumt von einem Sockenimperium mit Gewerbeschein, inklusive Firmenhandy und Dienstwagen, denn „bis 10.000 Euro kannst du verdienen ohne groß Steuern zu bezahlen. Da zählt nur, was bei Paypal reinkommt. Von Amazon weiß keiner was. Und bevor wir über 10.000 kommen machen wir einfach eine zweite Firma und eine dritte.“

„Ich habe keine Angst, dass das auffliegt. Es weiß eigentlich niemand. Von den Leuten, die wissen, dass ich das mache, wird das keiner auffliegen lassen“, so Lea. Ähm ja, ach so – abgesehen vielleicht von dem ein oder anderen RTLZWEI-Zuschauer, der darüber wenig begeistert ist und vielleicht einfach mal Anzeige erstattet.

„Armes Deutschland“: Immer dienstags, 20.15 Uhr bei RTLZWEI