Schwerer Schicksalsschlag

Hartmut Volle: „Rentnercops“-Gage ermöglicht Therapie für seinen Sohn

08.12.2021 um 13:34 Uhr

Eigentlich war Hartmut Volle schon in Rente, als er das Angebot bekam, bei den „Rentnercops“ eine Hauptrolle zu übernehmen. Viele kennen den Schauspieler noch als Chef der Spurensicherung beim saarländischen „Tatort“. Er spielte Horst Jordan von 2012 bis 2019. Außerdem hatte er in vielen namhaften TV-Serien kurze und längere Gastauftritte. Die Rolle des Ermittlers Klaus Schmitz bei den Rentnercops bezeichnete der jetzt als „großes Glück“, denn mit der Gage kann er seinem Sohn helfen, der schwer verunglückte.

Max fiel sieben Meter in die Tiefe

Hartmut Volle schilderte in einem Interview mit Nico Gutjahr in der „Webtalkshow“ bei YouTube, was in der verhängnisvollen Nacht an Ostern 2012 mit seinem Sohn Max geschah: „Er war mit Freunden in der Schweiz zum Kurzurlaub – kurz vorm Abitur. Ich war in München mit meiner Frau und wir wollten ein Programm machen. Da kam nachts der Anruf: Max ist abgestürzt. Kommen sie schnell nach Bern.“

Zu diesem Zeitpunkt wusste der Schauspieler noch nicht, was genau passiert ist. Erst später stellt sich heraus: "Er hat einen Handstand auf dem Balkongeländer gemacht und ist sieben Meter runter. Die Wirbelsäule war durch, zwei Wirbel gibt es gar nicht mehr. Was sich jetzt rausstellt ist noch viel schlimmer. Sein Hirn ist irreversibel verletzt, Epilepsie kam dazu. Er hat – ehe er sein Leben richtig begonnen hat – schon massivste Einschränkungen. Das tut als Vater unendlich weh.“

Die Therapie ist teuer

Die Situation kostet die ganze Familie viel Kraft. Und nicht nur das. Die computergestützte Therapie, die Max wenigstens „ein Stück zurückholt“, ist sehr teuer. Mit der Rente konnte Hartmut Volle die Behandlung nicht bezahlen: „Ich verdiene jetzt wieder mehr Geld und kann ihm auch Therapien geben, die ich vorher abbrechen musste, weil die privat kaum zu bezahlen waren. Nebenher 3.000 Euro im Monat – wer hat das denn schon?“

Kraft und Trost findet der Schauspieler in seinem Glauben, bei seiner Familie und besonders bei seiner Frau, der Schauspielerin Andrea Wolf. Und bei seinem Sohn Max ebenfalls: „Er lebt noch und er will leben. Da bin ich in der Pflicht. Da muss ich weitermachen.“

Die „Rentnercops“ laufen aktuell mittwochs um 18.50 Uhr im ERSTEN.

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