Ingrid Fröhlich spielte Renate Burger bei der „SOKO 5113“

Deutschlands erste TV-Kommissarin Ingrid Fröhlich ist tot

31.07.2021 um 18:55 Uhr

Als weibliche Ermittlerin in der ZDF-Serie „Soko 5113“ schrieb Ingrid Fröhlich TV-Geschichte. Jetzt ist die Schauspielerin und Geschäftsfrau im Alter von 81 Jahren verstorben.

Ingrid Fröhlich war ab den 1970er-Jahren in mehreren ZDF-Produktionen zu sehen, darunter „Drei sind einer zu viel“ und ab Januar 1978 dann in der Rolle der Renate Burger bei „SOKO 5113“. Damit war sie die erste TV-Ermittlerin im westdeutschen Fernsehen, noch vor Nicole Heesters als „Tatort“-Kommissarin. Das Fernsehen der DDR hatte mit Sigrid Göhler als Leutnant Vera Arndt bereits ab 1971 eine Ermittlerin Fälle lösen lassen.

 

Sie habe damals gar nicht darüber nachgedacht, dass sie eine Pionierin war, erinnerte sich Fröhlich im vergangenen Jahr in einem Interview. Obwohl auf den Straßen zu der Zeit fast nur Männer ermittelt hätten, seien ihr am Set keine Vorurteile begegnet. "Der Drehbuchautor dachte sich damals wohl einfach, dass es mal Zeit für eine Frau ist", so Fröhlich, die in Wolfratshausen bei München lebte.

TV-Comeback zum 40. Geburtstag der „Soko München“

Nach 19 Fällen bei der „Soko 5113“ gab sie die Schauspielerei auf. Zum 40. Geburtstag der „Soko München“ war Fröhlich nochmal in einer Gastrolle im ZDF zu sehen. Die Serie wurde übrigens 2020 eingestellt.  Nach ihrer TV-Karriere verlegte sich Fröhlich auf eine sehr ausgefallene Branche. Sie und ihr Sohn stellten sehr erfolgreich Globen her. Die Firma verkaufte seither Millionen von Weltkugeln in mehr als 40 Länder.

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