Yoncé Banks ist die neue "Almkönigin"

„Die Alm“: Großer Jubel bei Twitter - weil die Show vorbei ist

30.07.2021 um 11:19 Uhr

Beim TV-Comeback von „Die Alm“ nach zehnjähriger Pause bei ProSieben konnte Yoncé Banks den Titel der Almkönigin ergattern und kaum jemanden hat’s interessiert. Trash-TV in der soften Variante scheint einfach nicht zu funktionieren.

Die Quoten waren von Anfang an nicht sonderlich überzeugend, was wohl an dem Kuschelkurs der Kandidat*innen gelegen haben dürfte, bei dem nach anfänglichen Mini-Streitereien niemand auf Konfrontation gegangen ist. Kein Vergleich zum RTLZWEI-Pendant „Kampf der Realitystars“, wo Krawall und Eskalation aktuell zu Rekordquoten führen. Ihre „peacige“ Grundstimmung behielten die vier übriggebliebenen „Alm“-Bewohnerinnen auch in der letzten Folge bei.

"Kampf der Realitystars" hat doppelt so viele Zuschauer

Im 4er-Finale mit Yoncé Banks, Vivian Schmitt, Magdalena Brzeska und Siria Campanozzi kam dann auch kaum spannende Stimmung auf, als ob sie geahnt hätten, dass ihnen kaum jemand zuschauen würde. Die Quoten der ProSieben-Show gingen in den letzten Wochen rasant auf Talfahrt. In Folge 1 am 24. Juni schalteten noch 1,28 Millionen Menschen ein, was einem Marktanteil von 5,2 Prozent entsprach. Vergangene Woche war dann mit 0,65 Millionen Zuschauern (2,9 Prozent) ein neuer Tiefpunkt erreicht. Zum Vergleich: Die dritte Folge von "Kampf der Realitystars" erreichte 5,1 % Tagesmarktanteil und hatte mehr als doppelt so viele Fans.

Die Realityshow war mit dem Hashtag #KampfderRealitystars über die gesamte Primetime hinweg das meistdiskutierte Thema bei den deutschen "Twitter"-Usern am Mittwoch, weit vor #bachelorette. #DieAlm war dagegen gestern weit davon entfernt, ein Trendthema zu werden. Ganz im Gegenteil: Auch bei Twitter waren scheinbar alle „Fans“ froh, dass es endlich vorbei ist.

Nach einem Halbfinale in Form einer Alm-Olympiade standen schließlich Yoncé Banks und Magdalena Brzeska in der Endrunde, in der die beiden um ein Preisgeld von 40.500 Euro kämpften. Ursprünglich waren es mal 50.000 Euro, doch aufgrund mehrerer Regelverstöße in der Show gab es Abzüge. Eine Regel, die gähnende Langeweile zusätzlich fördert.

Beim abschließendem Extrem-Fensterln (Quiz auf der Leiter) war „Queen of Drags“ Yoncé schneller, wusste mehr und heimste ihre zweite Reality-TV-Krone ein. Welche jetzt mehr wert ist, ist wirklich schwer zu sagen.

Fazit: Trash-TV ohne Trash, Konfrontation und Eskalation funktioniert einfach nicht. Bei einer Reality-TV-Show muss es unter den Teilnehmer*innen ordentlich knallen, sonst schaltet niemand ein. Das dürften jetzt auch die Verantwortlichen von ProSieben erkannt haben. Mal sehen, welche Schlüsse daraus gezogen werden: Ganz oder gar nicht?