Wanda Perdelwitz: Traumatische Erfahrung beim „Großstadtrevier“

Erschütternd! SO brutal wird der neue Film zum „Großstadtrevier“

02.04.2021 um 11:42 Uhr

Viel Fans haben sich gewundert, warum Schauspielerin Wanda Perdelwitz, die als Polizistin Nina Sieveking im Großstadtrevier zu sehen ist, sich das schöne lange Haar abgeschnitten hat und plötzlich eine Kurzhaar-Frisur trägt. Beim Blick auf den neuen Film zur Serie wird klar, was der Hintergrund ist. Nina Sieveking wird in „Großstadtrevier – St. Pauli, 06:07 Uhr“ Opfer einer brutalen Gewalttat.

Es geht um Zivilcourage

Im Film zur Serie geht es unter anderem um Zivilcourage. In der U-Bahn wird ein Musiker von zwei jungen Männern aggressiv angegangen. Polizistin Nina Sieveking schreitet ein, doch das wird ihr zum Verhängnis. Die Männer verprügeln sie vor den Augen der anderen Fahrgäste, die regungslos auf ihren Plätzen sitzen bleiben. An der Station St. Pauli werfen die Täter die Polizistin aus der Bahn, wo sie blutüberströmt liegenbleibt. Sie ist wehrlos der massiven Gewalt der zwei Männer ausgesetzt, die sie filmen und ihr mit einem Teppichmesser die langen Haare abschneiden.

„Es ist ein universelles Thema, da fast jeder schon mal in einer Situation steckte, in der er sich wehrlos fühlte oder er kennt zumindest die Angst davor. Die Hoffnung, dass dann jemand aufsteht, den Mund aufmacht und hilft, ist groß. Wie schön wäre es, wenn wir in solchen Momenten zusammenhielten“, so Schauspielerin Wanda Perdelwitz.

Privat und im Film eine große Veränderung

Die neue Frisur ist nicht nur eine äußerliche Veränderung. Sie hat darüber hinaus eine Wirkung: „Ich fühlte mich plötzlich viel angreifbarer, verletzlicher und nackter und das war genau das Richtige für Nina in der Situation.“ Wie kann man mit so einem traumatischen Erlebnis weiterleben? „Sie versucht, sich wieder zu fangen, zu integrieren, aber es gelingt ihr nicht, die Flashbacks loszuwerden und erneut Vertrauen zu fassen. Diesen Abgrund, diese dunkle Seite zu spielen, war eine Herausforderung, die viel Recherche und Vorbereitung bedurfte“, erklärt Wanda Perdelwitz.

Die neue Frisur hat sie natürlich mit ins Privatleben getragen und auch dort wirkt sie nach: „Privat ist es ein interessanter Typwechsel. Ich empfinde es als irre befreiend, nicht mehr festgelegt zu sein auf die langen, mädchenhaften Haare.“

„Großstadtrevier – St. Pauli, 06:07 Uhr“ läuft am 19. Mai 2011, 20.15 Uhr im ERSTEN

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