Der Tote im Burggraben

Erzgebirgskrimi: Als die Männer sich noch Schürzen umbanden...

17.04.2021 um 15:28 Uhr

Der Weltfrauentag spielt im heutigen Erzgebirgskrimi „Der Tote im Burggraben“ eine besondere Rolle. Er gehört zu den Erinnerungen der Zeitzeugin Anneliese Schulte – gespielt von Jutta Wachowiak. Auch für Hauptdarstellerin Lara Mandoki (Kommissarin Karina Szabo) hat der Tag eine persönliche Bedeutung.

„Es gibt in Sachen Gleichberechtigung noch viel zu tun“

„Der Internationale Frauentag ist ein Feiertag, der vor allem in der ehemaligen Sowjetunion gefeiert wurde und dort einen besonderen Stellenwert hatte. Meine Familie kommt ja aus Ungarn und ist geprägt von Flucht und Folter der sozialistischen Diktatur dort. So hat alles, was mit der UdSSR zu tun hat, für mich immer auch einen sehr schmerzhaften Beigeschmack“, so Lara Mandoki.

Trotz dieser Assoziation ist der Schauspielerin der Weltfrauentag wichtig. Im Interview sagte sie: „Die Frauen haben sich noch vor dem 1. Weltkrieg zusammengetan, um für gleiche Rechte und gleiches Gehalt zu kämpfen. Das müssen wir leider zum Teil bis heute. Darum finde ich es richtig, dass wir ihn jetzt wieder für seine ursprüngliche Bedeutung feiern. In Sachen Gleichberechtigung und Emanzipation gibt es in unserem Land noch einiges zu tun.“

Auch Schauspielerin Jutta Wachowiak hat lebhafte Erinnerungen an die Feierlichkeiten zum 8. März: „Da schnallten sich unsere männlichen Kollegen Schürzchen um und bedienten uns mit Kaffee und Kuchen. Und auch mit fröhlichen Einlagen. Man amüsierte sich über den Fez und freute sich über die Blumen. Wir waren uns unserer Bedeutung aber auch ohne solche Freundlichkeiten bewusst. Und den Männern war auch bewusst, was sie an uns hatten. Als Dieter Mann unser Intendant wurde, drückte sich das sogar in ganz konkreten Dingen aus: Er glich, relativ kurze Zeit nach seinem Amtsantritt, die Frauengagen den Männergagen an. Tja! Das sollten die heutige Intendanten vielleicht auch mal bedenken!“

Darum geht es in „Der Tote im Burggraben“

Bei Ausbesserungsarbeiten auf Burg Hartenstein wird die Leiche eines Mannes gefunden, der zum Todeszeitpunkt ungefähr 75 Jahre alt war. Der gewaltsame Tod trat vor mehr als 20 Jahren ein. Hauptkommissar Winkler ermittelt mit seiner Kollegin Karina Szabo und der Rechtsmedizinerin Charlotte von Sellin in der angrenzenden Kleinstadt.

Bei den Ermittlungen hilft ihnen Försterin Saskia Bergelt. So können sie die Leiche als Ernst-Rudolf von Schöneck identifizieren, einen Nachfahren der ursprünglichen Besitzer der Burg Hartenstein. Die Geschichte der Burg spielt eine Rolle. Außerdem kommen Winkler und Karina persönlichen Verwicklungen unter den Kleinstadtbewohnern auf die Spur, die ein Mord-Motiv sein könnten.

Der „Erzgebirgskrimi - Der Tote im Burggraben“ läuft heute, 17. April 2021, 20.15 Uhr im ZDF. Er ist noch bis zum 17. Juli 2021 in der ZDF-Mediathek abrufbar.

 

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