"Gefragt - Gejagt" als XXL-QUIZ mit 16 Prominenten im Ersten

„Gefragt - Gejagt“: DAS sind die Tricks der Jäger

31.07.2021 um 18:28 Uhr

Die Superhirne der ARD-Quizshow verraten ihre geheimen Lerntipps – und welche Themengebiete ihre Schwachpunkte sind.

Knifflige Fragen, schweißtreibender Zeitdruck für die Kandidaten und als Gegner fünf Superhirne, bekannt als die „Jäger“. Das sind die Zutaten, mit denen die beliebte Vorabend-Quizshow „Gefragt – Gejagt“ seit 2012 bei den Zuschauern punktet. Jetzt legen die Macher noch einen drauf: Am 31. Juli läuft zur Primetime eine XXL-Ausgabe mit prominenten Ratefüchsen wie den Schauspielerinnen Andrea Sawatzki und Ann-Kathrin Kramer, „Tatort“-Ermittler Richy Müller, Dokufilmer Dirk Steffens und Unterhaltungs-Urgestein Jürgen von der Lippe.

Sie alle wollen sich gegen die Quizelite behaupten, um Geld für einen guten Zweck zu gewinnen. Doch wie können die 16 Stars die fünf Superhirne Dr. Thomas Kinne, Sebastian Klussmann, Dr. Manuel Hobiger, Sebastian Jacoby und Klaus Otto Nagorsnik überlisten?

Eine gute Allgemeinbildung ist Pflicht für Quiz-Profis

TV DIGITAL Reporter Mike Powelz  wollte es aus erster Hand erfahren und fragte die „Jäger“ nach ihren Tipps – und nach den Fachgebieten, auf denen sie schwächeln. Wissenslücken füllen Das Wichtigste, so „Quizdoktor“ Kinne, sei eine gute Allgemeinbildung. Der 60-Jährige: „Sie findet für mich nonstop statt, weil ich ständig mit offenen Ohren und Augen durch die Welt gehe. Das meine ich wörtlich, auch im Sinn von Reisen – denn das bildet wirklich.“

Außerdem, so Dr. Kinne, könne sich ein zukünftiger Kandidat bei einer Quizshow wie „Gefragt – Gejagt“ am besten auf die Teilnahme vorbereiten, indem er sich die Show regelmäßig ansehe. Kinnes Tipp: „Notieren Sie dabei, was Sie gewusst hätten und was nicht – und arbeiten Sie dann Ihre Wissenslücken auf.

Weil jede Quizshow andere Regeln hat, sollten Sie sich außerdem unbedingt mit dem Format vertraut machen. Eine Show, die wie ‚Gefragt – Gejagt‘ Monate vorher aufgezeichnet wird, stellt zum Beispiel keine tagesaktuellen Fragen. Und in unsere Multiple-Choice-Boxen passen nur ganz kurze Antworten.“ Und hat das Superhirn auch eine Schwachstelle? Kinne bejaht: „Ich interessiere mich nicht für Fußball.“

Doch wie viel Zeit sollte man überhaupt aufwenden, um sein Wissen zu verbessern? „Besserwisser“ Sebastian Klussmann rät: „Führen Sie täglich ein ‚Wissenstagebuch‘. Im Internet gibt es dazu viele Anregungen unter dem Hashtag #til – das steht für Today I Learned, also: Was ich heute gelernt habe.“

Eine halbe Stunde Videotextkonsum pro Tag

Sebastian Jacoby, der „Quizgott“, sieht das ähnlich: „Ich investiere täglich zwei bis drei Stunden in mein Wissen. Das heißt: Interessante Infos notiere ich stichpunktartig im Smartphone, recherchiere sie später über Wikipedia und andere Quellen und generiere daraus Fragen für selbst gemachte Quizze. Auf diese Weise erziele ich eine recht hohe ‚Erinnerungsquote‘ und komme außerdem über die Verlinkungen im Internet schnell vom Hölzchen aufs Stöckchen. Zu meinen täglichen Ritualen gehört übrigens auch eine halbe Stunde Videotextkonsum. Dort gibt es sehr hilfreiche, knapp aufbereitete Infos.“

Wie er sich Dinge merkt? Jacoby: „Ich rate dazu, Fakten handschriftlich zu notieren, um dem Hirn einen anderen Reiz zu bieten als das bloße Lesen. Ob Bilder malen oder selbst gemachte Diagramme einsetzen – all das fördert den Merkerfolg.“ Was seine Wissenslücken sind? „Stars, Sternchen, Film, Fernsehen sowie Kochen.“

„Gefragt – Gejagt“ XXL: Sa. 31.07., 20.15 Uhr im Ersten