Die Nachrichtensprecherin beichtet eine leicht "fuselige" Moderation 

Judith Rakers: alkoholisiert „Tagesschau“ moderieren? Kein Problem!

11.06.2021 um 15:34 Uhr

Beim Aperol Spritz in der BR-Late-Night-Show "Ringlstetter" spricht "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers über ihr Faible für „süße Plörre“ und gesteht, dass sie schon mal alkoholisiert die Nachrichten vorgelesen hat.

„Ich trinke gerne süße, alkoholische Getränke, auch den ganz fuseligen Sekt, den für 2.99 Euro, mit Eiswürfeln und dann noch gestreckt mit irgendwas“, beichtet die 45-Jährige gegenüber Moderator Hannes Ringlstetter, nachdem sie sich an der Talkshow-Bar gerade einen leckeren Aperol Spritz bestellt hat.

Für ihren doch sehr speziellen Geschmack wird sie „wirklich von allen ausgelacht in der Familie und im Bekanntenkreis, aber diese ganze süße Plörre, die keiner trinken mag – ich liebe sie.“ Und genau diese Vorliebe sorgte in der Vergangenheit auch schon mal dafür, dass sie angeschickert die Nachrichten im ARD-Nachmagazin ansagen musste.

„Komisch, dass du dir genau diese Geschichte rausgesucht hast“, so die Reaktion von Rakers nachdem sie gerade mit Moderator Ringlstetter angestoßen hat und von ihm auf ihren Fauxpas angesprochen wird. Rakers hatte damals ihre Spätschicht nicht auf dem Zettel und saß dank „roter Plörre“ schon angeschickert beim Italiener.

Judith Rakers: In neun Minuten vom Italiener vor die Kamera

Plötzlich kam der Anruf aus der „Tagesschau“-Redaktion mit der Frage, „Judith wo bist du“, erinnert sich Rakers, die damals völlig schockiert war, dass sie schon neun Minuten später auf Sendung gehen sollte.  Ins Auto hätte sie wohl auch nicht mehr steigen dürfen, doch ohne Rücksicht auf dunkelgelbe Ampeln ging es mit quietschenden Reifen ins Studio und mit natürlicher Maske direkt auf Sendung.

Der Nachrichtenblock im "Nachtmagazin" sei ganz ans Sendungsende geschoben worden, so habe es gerade noch zeitlich geklappt. „Ich hatte diesen Zettel mit Nachrichten in der Hand und wusste überhaupt nicht, was da drauf steht“. Dann war die Kamera auch schon auf Rotlicht „und ich hab total funktioniert in dem Moment, denn dieses Adrenalin macht Menschen dann ja übermenschlich und ich hab mich nicht verlesen und hab ganz ruhig gesprochen und man hat nur gedacht, die ist aber sehr natürlich geschminkt heute.“

Die unprofessionelle Vorbereitung auf ihre Schicht war Judith Rakers damals unendlich peinlich und sie entschuldigte sich bei allen Kollegen.  Konsequenzen hatte die Moderation mit Restalkohol damals wohl keine und brachte Judith Rakers eine wichtige Erkenntnis:  "Man lernt in solchen Situationen, dass man sich auf sich selbst verlassen kann."

Das weitere Gespräch drehte sich dann um den Selbstversorger-Garten der Moderatorin mit eigenen Hühnern, aus dem sie sich sich komplett selbst ernährt. Rakers erklärte dazu lachend: "Die Sachen, die da nicht wachsen, kaufe ich natürlich. Zahnpasta zum Beispiel“- und Fuselsekt.