Kurt Krömer schlägt einen Transferhandel vor

Linda Zervakis: Rückkehr zur ARD nicht ausgeschlossen

30.11.2021 um 15:03 Uhr

Bei „Chez Krömer“ war Linda Zervakis ein halbes Jahr nach ihrem Ausstieg bei der „Tagesschau“ wieder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen. Zervakis Abschied von der ARD wurde in der RBB-Talkshow nochmal ausgiebig beleuchtet und es deutete sich ein wenig Wehmut bei der Moderatorin an.

Gleich zu Beginn des witzigen Face-to-Face-Talks kam Krömer auf gewohnt bissige Art auf Zervakis' neue ProSieben-Sendung „Zervakis & Opdenhövel. Live.“ zu sprechen, die aktuell wenig erfolgreich ist, was die Einschaltquoten angeht: „Das läuft ja wie Bombe“, scherzte Krömer süffisant.  Zervakis wollte da nicht widersprechen und antwortet etwas desillusioniert: „Ja, geht so. Das ist alles neu, und Medienschaffende schauen drauf und sagen so: ‚Also Frau Zervakis, die Quote ist ja mehr als bescheiden.‘ Und das stimmt: Die Quote ist jetzt nicht so gut.“  Das Gebot der Stunde sei für sie jetzt „Geduld haben“: „Noch haben ja alle Geduld, ich auch“, ließ Zervakis wissen. „So lange mir die Haare nicht ausfallen, was so schnell nicht passieren wird, machen wir einfach weiter.“

Auch über die Gründe für den Ausstieg bei der ARD wurde nochmal gesprochen: „Haben die dir da nur Schrott angeboten, oder was war los“, fragte Krömer direkt. „Nee, ich war eigentlich sehr glücklich bei der Tagesschau“, antwortete Zervakis, „aber ich wollte auch noch so ein bisschen mehr machen.“

Dann wurde noch eine ältere Schlagzeile des Medienmagazins DWDL eingeblendet: „Gescheiterte ARD-Talentförderung: Abschied der Geduldeten“, stand da zu lesen. Es sei in der Tat ein bisschen so gewesen, bestätigte Zervakis: Sie sei oft „mit Ideen rumgekommen, und dann hieß es: 'Nee, das ist uns zu heikel.“ Ihr Podcast „Gute Deutsche“, in dem sie mit Prominenten mit Migrationshintergrund spricht, sei so ein Beispiel gewesen. Zervakis fuhr vielsagend fort: „Du hast immer das Gefühl: am Ende wird's halt doch Jörg Pilawa.“ 

Plan B für Zervakis: Späti in der Schanze

Krömer wollte schließlich noch wissen, „Wenn das jetzt nichts wird bei ProSieben, was ist dann der Plan B?“ und Zervakis antwortete in Anspielung auf den früheren Kiosk ihrer Eltern in Hamburg nicht ganz ernst gemeint: „Dann Späti in der Schanze“

So weit wird es wohl nicht kommen, aber scheinbar macht sich die Moderatorin durchaus Gedanken über ihre berufliche Zukunft. Die Rückkehr zur ARD oder einem anderen öffentlich-rechtlichen Sender schließt sie dabei nicht aus. Aus ihrer Sicht ist die Tür nicht für immer zugeschlagen und gegen einen von Kurt Krömer vorgeschlagenen „Transferhandel, bei dem er zu ProSieben geht und Zervakis zu den Öffentlich-Rechtlichen zurückkehrt hatte sie auch grundsätzlich nichts einzuwenden. Das wurde dann auch sofort in einer gespielten Pressekonferenz bekannt gegeben. Die Schlagzeile: ‚Zervakis wieder bei den Öffentlich-Rechtlichen‘ – ist wohl nur eine Frage der Zeit.

 

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