Er hat alle Shows für 2022 abgesagt

Luke Mockridge: TV-Auszeit für unbestimmte Zeit nach neuen Vorwürfen

26.09.2021 um 11:41 Uhr

Nachdem der SPIEGEL in seiner neusten Ausgabe über Belästigungsvorwürfe gegen Luke Mockridge berichtet hat, teilte der TV-Comedian mit, bis auf Weiteres keine TV-Shows zu moderieren.

Der 32-Jährige verkündetet am Freitagabend auf seinem Instagram-Kanal, dass er alle Sat.1-Aufritte für das Jahr 2022 abgesagt hat. "Auf Grund der aktuellen Berichterstattung zu meiner Person werde ich meine Auszeit auf unbestimmte Zeit verlängern", so das Statement von Mockridge. Er brauche "Zeit, Ruhe und Abstand, um zu verstehen, zu lernen und zu heilen". Die für das kommende Jahr angekündigten Sat.1-Shows werde er daher nicht moderieren können. Mockridge hätte unter anderem die "All Together Now"-Show moderiert.

Sat.1 bestätigte die Absage Mockridges gegenüber dem Medienmagazin DWDL: "Wir respektieren die Entscheidung von Luke Mockridge, seine Auszeit zu verlängern und die für 2022 angekündigten Sat.1-Shows nicht zu moderieren", heißt es dort. Ursprünglich hatte Mockridge seine TV-Pause nur auf das Jahr 2021 begrenzt.

Hintergrund der verlängerten Auszeit ist ein längerer Bericht des Nachrichtenmagazins SPIEGEL, der zahlreiche neue angebliche Details zu den Vorwürfen nennt, in dem aber auch neue Vorwürfe erhoben werden. Unter anderem kommt die Podcasterin Ines Anioli zu Wort. Sie ist Mockridges Ex-Freundin und hatte im April 2019 erstmals Vorwürfe gegen Mockridge erhoben. Jedoch ohne zunächst dessen Namen öffentlich zu nennen. Außerdem werfen in dem Artikel mehr als zehn Frauen Mockridge Grenzüberschreitungen vor.

In einem Podcast hatte Anioli Szenen aus einer mit einem Ex-Freund verbrachten Nacht geschildert, in der sie berichtet, er habe sie gegen ihren ausdrücklichen Willen herumgeschleudert und mit einem Finger penetriert. Er habe gesagt, dass er sie "jetzt einfach vergewaltigen" wolle, dies aber nicht getan.

Zu diesen Vorwürfen will der "Spiegel" Akten, eine Anzeige und Ermittlungsunterlagen eingesehen haben, sowie nicht öffentliche Dokumente und Text-Nachrichten, die unter anderem eine Beziehung zwischen Anioli und Mockridge belegen sollen. Mockridges Anwalt ließ gegenüber dem "Spiegel" sämtliche "von Frau Anioli erhobenen Vorwürfe" als "wahrheitswidrig" dementieren. Zu von anderen Personen erhobenen Vorwürfen will der Anwalt keine Stellung nehmen, weil diese "die Intimsphäre unseres Mandanten betreffen", so das Nachrichtenmagazin.

Anioli spricht im Artikel unter anderem über die Folgen der Nacht für sie. Sie habe ihren damaligen Podcast demnach beenden müssen, weil sie nicht mehr über Sex habe sprechen können, Sex habe ihr Angst gemacht. Als die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Mockridge eingestellt hatte, habe sie "den Glauben an die Menschheit verloren".

Quellen
  • Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/vermischtes/article233422799/luke-mockridge-ines-anioli-spiegel-sat-1.html
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