Susanna Ohlen soll nicht mehr moderieren

Nach Schlamm-Skandal: RTL-Reporterin darf nicht vor die Kamera

27.09.2021 um 11:46 Uhr

Nachdem Susanna Ohlen im Juli von RTL suspendiert wurde, weil sie sich vor einem Beitrag zur Hochwasserkatastrophe mit Schlamm beschmierte, wird sie vom Sender „kaltgestellt“ und bis auf weiteres nicht vor die Kamera zurückkehren.

Die 39-jährige Reporterin wollte damals ihre tatkräftige Unterstützung für die Opfer der Flutkatastrophe in der Eifel zeigen. Ein privates Handy-Video zeigte jedoch, wie sie sich mit Schlamm beschmierte, um sich für den Beitrag aus Bad Münstereifel ins richtige Bild zu setzen. RTL hatte die Reporterin freigestellt, nachdem ihr Fakeauftritt bekannt geworden war, der bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Die Senderverantwortlichen sprachen damals von einem Verstoß gegen die journalistischen Grundsätze und Standards des Unternehmens. Ohlen entschuldigte sich danach für ihr Fehlverhalten.

Ab Ende September 2021 soll die Freistellung aufgehoben werden und Susanna Ohlen darf wieder für RTL arbeiten. Doch wie das Medien-Portal DWDL berichtete, wird Ohlen nicht mehr als Moderatorin vor der Kamera zu sehen sein.  Chefredaktion und Geschäftsführung hätten laut DWDL entschieden, dass Susanna Ohlen nun noch hinter der Kamera als redaktionelle Planerin im Life-Ressort fungieren soll. Ob die Entscheidung befristet ist, ist aktuell nicht bekannt.

Von 2014 bis 2021 moderierte sie das Frühstücksfernsehen "Guten Morgen Deutschland". Zeitweise auch im Doppel mit Jan Hahn  (†47), der vor wenigen Monaten an den Folgen einer Krebserkrankung verstarb.

„Fake-Schlamm-Skandal“: RTL beurlaubt Reporterin Susanna Ohlen
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Ohlen wollte im Hochwassergebiet authentisch wirken
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