ZDF-Intendant Bellut tritt 2022 ab

ZDF: Wird SIE die erste Chefin der Mainzelmännchen?

02.03.2021 um 21:10 Uhr

Nachdem ZDF-Intendant Thomas Bellut für 2022 seinen Rückzug angekündigt hat, beginnen die Spekulationen um seine Nachfolge. Mit Bettina Schausten könnte erstmals eine Frau an der Spitze des Zweiten Deutschen Fernsehens stehen.

Nach zwei Amtszeiten soll Schluss sein für den amtierenden ZDF-Intendanten Dr. Thomas Bellut. Seit März 2012 ist der 65-Jährige der Chef des Senders mit seinen rund 3500 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bellut wird sich nicht um eine dritte Amtszeit bewerben und hört also 2022 nach genau zehn Jahren auf.

Der promovierte Politikwissenschaftler Bellut begann 1984 als Volontär beim ZDF, blieb dem Mainzer Sender stets treu und stieg immer weiter auf. Er wurde Korrespondent in Berlin, dann Redaktionsleiter, Programmdirektor und schließlich Intendant.

Programmdirektor Norbert Himmler gilt als „natürlicher Nachfolger“

Auf eine ähnliche ZDF-Karriere kann auch Dr. Norbert Himmler zurückblicken. Der 50-jährige ZDF-Programmdirektor ist ebenfalls ein „Hausgewächs“ des Zweiten und könnte Belluts „natürlicher“ Nachfolger als Intendant werden. Auch Himmlers Vertrag läuft 2022 aus und der pragmatische, mutige Programm-Manager gilt als großer Favorit für den Posten.

Doch nach Informationen des SPIEGEL soll auch Bettina Schausten (56) als Nachfolgerin Belluts im Gespräch sein. Die stellvertretende Chefredakteurin des ZDF ist Leiterin der Hauptredaktion Aktuelles und dem TV-Publikum vor allem durch ihre Moderationen beim „heute-journal“, „Berlin direkt“ und „Politbarometer“ bekannt. Die Journalistin gilt als durchsetzungsfähig und meinungsstark und wäre die erste Intendantin beim ZDF.

Ein Termin für die Intendanten*innenwahl steht noch nicht fest.  Unabhängig davon, wer 2022 das Ruder übernehmen wird, dürfte jedem klar sein, dass der Job nicht einfach wird. Zu kämpfen hat das ZDF, wie alle öffentlich-rechtlichen Sender, mit der ungewissen Finanzplanung. Zuletzt sorgte ein Vorschlag von CDU-Politikern für Furore, in dem eine Zusammenlegung der öffentlich-rechtlichen Sender zu einer Sendeanstalt gefordert wird.