Tobias Richter (36) wagt einen Neustart in Miami – doch die Preise hier sind gewöhnungsbedürftig.
Tobias aus Zwickau will es nochmal wissen – In Miami hofft der gelernte Friseur seinen Traum zu leben. 2015 ist er mit seiner damaligen Lebensgefährtin schon einmal dorthin ausgewandert. Doch die Beziehung zerbrach und Tobias wurde krank. Eine Rückkehr nach Deutschland war für Tobias damals unvermeidbar. Umso größer ist sein Ansporn, sich nun dauerhaft ein neues Leben in seiner Traumstadt aufzubauen. Eine konkrete Idee zur Umsetzung seines Plans hat der 36-Jährige auch schon:
Mit einem Künstlervisum will er seine Auswanderung ermöglichen. Dafür will Tobias als Content-Creator erfolgreich werden. Prominente Persönlichkeiten sollen sich im besten Fall gemeinsam mit ihm ablichten lassen – hierfür hat Tobias sogar extra einen Fotografen engagiert. Doch vorerst steht noch ein anderes wichtigers Thema an: Die Wohnungssuche. In Miami kein leichtes Unterfangen, weshalb Tobias direkt eine Maklerin beauftragt. Kumpel Rafael gibt ihm einen ehrlichen Einblick in den aktuellen Mietmarkt: „Während der Pandemie sind die Preise hier extrem gestiegen.“
Das wird auch Tobias bald erfahren. Für ihn unverzichtbar ist eine Wohnung mit Meerblick – und wenn sie noch so klein ist. Die erste Besichtigung endet für Tobias allerdings mit einem Schock: Für 46 Quadratmeter verlangt der Vermieteter stolze 7.000 Euro im Monat. „Das ist natürlich sehr viel Geld“, meint Tobias. „Es ist eine der besten Gegenden. Miami Beach“, erklärt die Maklerin. „Ich habe schon ein bisschen Ersparnisse. Aber wenn ich diesen Lifestyle jetzt lebe – da war ich noch nicht mal shoppen oder so – dann ist nach vier, fünf Monaten Schluss.“ Die Maklerin hat auch noch andere Wohnungen im Angebot.
Mit 5.000 Euro im Monat sind die zwar etwas günstiger als die erste, für Tobias trotzdem noch viel zu teuer. Eine Wohnung findet der 36-Jährige auch nach längerer Suche vorerst nicht. Er lebt kommt vorübergehend bei einem Freund unter. Seinen Traum vom Leben in Miami will er trotzdem nicht aufgeben. Sein Fazit nach drei Monaten Miami: „Geld kommt rein, Geld geht raus…Ich weiß zumindest schon mal, dass es in die Richtung des Visums geht. Ich muss jetzt einfach dranbleiben. Das dauert, aber let’s do ist.“