Knapp vier Jahre lang lebte „Goodbye Deutschland“-Star Janine Hundt in Tansania. Weil ihre Tochter Inaya jedoch gesundheitliche Einschränkungen hat, ist die Brandenburgerin kurzerhand wieder zurück in ihre Heimat gekehrt. Trotzdem reist sie noch regelmäßig in ihr Traumland und unterstützt dort beispielsweise den Bau von Schulen. In einer neuen Folge von „Goodbye Deutschland“ wird Janine bei einer emotionalen Rettungsaktion begleitet.
Die 14-Jährige Yunge lebt in ständiger Angst. Das Albino-Mädchen wird aufgrund ihrer weißen Hautfarbe in ihrer Heimat schwer misshandelt. Grund dafür ist ein grausamer Aberglaube: Menschen mit Albinismus werden verfolgt, angegriffen und sogar getötet, weil man glaubt, ihre Körperteile bringen Glück, Wohlstand oder Macht. Besonders Kinder sind betroffen – und stark gefährdet. Als Janine vom Schicksal der jungen Yunge hört, ist sie fassungslos. „Sie sagen, ich sei schlecht. Sie sagen, ich sei von einem bösen Geist besessen.
Sie sagen, ich sei ein einbeiniger Teufel. Deshalb wollte mich mein Vater auch töten, als ich ein Baby war“, erzählt die Teenagerin. „Die Oma ist ihre Retterin“, sagt Janine. Doch auch sie kann Yunge nicht dauerhaft vor Schlägen und körperlicher Gewalt schützen. Allein der Weg zur Schule, den Yunge täglich auf sich nimmt, dauert acht Stunden. Janine und ihr Lebensgefährte Attu sind überzeugt, dass Yunge ohne sie nicht mehr am Leben wäre.
„Ohne mich hätten sie Yunge umgebracht. Sie verboten ihr sogar, zur Schule zu gehen“, erklärt Attu, der Yunge oft mit dem Moped abholt. „Für sie ist es wirklich besser, einen harten Cut zu haben. Weg von dieser Region, weg von dieser Familie“, meint Janine.
Ein Platz im Internat wäre die Lösung. Und tatsächlich geht der Plan mithilfe von Spenden auf. Auch privat steht Janine vor einer großen Herausforderung: Sie kämpft dafür, dass Attu bei ihr und Töchterchen Inaya in Brandenburg bleiben kann. Wie es dem Paar ergangen ist, zeigt „Goodbye Deutschland“ heute um 20.15 Uhr bei Vox und vorab bei RTL +.