„Kitchen Impossible“: Im eigenen „Wohnzimmer“ droht Mälzer die Blamage

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26.04.2026 um 19:15 Uhr
     | © Screenshot RTL +
    Tim Mälzer (55) muss für seine erste Herausforderung nicht weit reisen - er bleibt in Hamburg.  | ©Screenshot RTL +

    Schon zum vierten Mal duellieren sich Tim Mälzer und Alexander Herrmann – Letzterer hat bisher allerdings immer den Kürzeren gezogen. Kann er Mälzer diesmal mit einer ganz besonderen Challenge schlagen?

    Alexander Herrman erspart seinem Kontrahenten im ersten Duell das Reisen: Tim Mälzer darf nämlich in Hamburg bleiben. Genauer gesagt geht es für ihn in sein selbsternanntes „Wohnzimmer“ im Hotel „Vier Jahreszeiten“. Hier ist Mälzer gerne Gast. Dass er jetzt auch hier kochen soll, passt dem Hamburger so gar nicht. „Was ich überhaupt nicht mag, ist mein Wohnzimmer“, betont Mälzer griesgrämig.

    Tatsächlich darf er ein Gericht von Drei-Sterne-Koch Christoph Rüffer, Küchenchef im Restaurant Haerlin, nachkochen. „Das Restaurant Haerlin ist eines der 12 besten Restaurants in Deutschland“, weiß Mälzer und ahnt Böses. „Es ist ein Stück Fisch mit Gemüse ummantelt“, feixt Alexander Herrmann.

    „Das ist vielleicht eine besondere Challenge“

    Natürlich steckt hinter dem Sternegericht weitaus mehr: Auf dem Teller liegt ein perfekt gegartes Stück vom Tiefseefisch St. Pierre, auch Petersfisch genannt, eingewickelt in Fischfarce und Zucchiniblüte. Dazu gibt es unter anderem Pommes soufflées und eine Paprikasoße, deren Zusammensetzung es in sich hat. „Das ist Firlefanz. Beschäftigungstherapie, da haben die zu viele Mitarbeiter“, ätzt Mälzer, als er die Pommes soufflées kostet. 

    „Das ist vielleicht eine besondere Challenge – an einem Ort zu kochen, den er sonst immer geliebt hat und heute vielleicht auch ein Stück weit verteufeln wird“, ahnt Rüffer. „Wenn ich zwischen sechs und sieben Punkte mache, bist du mein nächster Gegner und dann zerstöre ich dich“, droht Mälzer dem Sternekoch vorab. Wie sich Mälzer in der Sterneküche schlägt, zeigt „Kitchen Impossible“ heute um 20.15 Uhr bei Vox und vorab bei RTL +.

    • TV
    „Kitchen Impossible“: Sido wirft Tim Mälzer Betrug vor | © VOX

    „Kitchen Impossible“: Sido wirft Tim Mälzer Betrug vor

    Zum ersten Mal bei "Kitchen Impossible" wurden die Köche Tim Mälzer und The Duc Ngo von den Rappern Marteria und Sido unterstützt. Chaos ist dabei vorprogrammiert - und Mälzer begeht eine unappetitliche Verzweiflungstat. "Ich bin ein Fan-Boy von Marteria", outet sich Tim Mälzer und schnappt sich den Rapper als Team-Kumpel für die Jubiläumsstaffel von "Kitchen Impossible". Nicht ohne Grund setzt er auf dessen Kulinarikwissen: "Marten", so heißt der Musiker mit bürgerlichem Vornamen, sei "professioneller Angler, Pilzesammler, Kräutersammler, sehr naturverbunden, sehr down to earth". Mälzer-Konkurrent The Duc Ngo kennt mit Sido ebenfalls so einen Hip-Hopper: "Ein guter Freund, der sehr affin ist mit Küche. Gerade so deutsche Hausmannskost." Mälzer freut sich auf das ungewöhnliche Team-Special: "Das ist sehr viel Potenzial für ein buntes Feuerwerk." Denn die beiden Koch-Amateure Marteria und Sido betreten mit den Challenges echtes Neuland: "Unser Alltag ist, mit einem Mikro auf der Bühne zu stehen." Trotzdem haben beide richtig Bock - und überhaupt verbringen die Teams eher einen kulinarischen Road-Trip miteinander, als dass der Wettbewerb im Vordergrund stünde. Tim Mälzer schwärmt von Marteria: "Man fing an, sich anzufassen" Die Reise führt Mälzer und Marteria zuerst auf Sidos Lieblingsinsel Santorini. Vor idyllischer Kulisse kommt die Box mit innovativen, griechischen Gerichten: Fava, Tomatenfrikadellen und Paella von Originalköchin Christina. Mälzer findet: "Das war eine faire Aufgabe, das muss man sagen."

    Seit 10 Jahren ist Tim Mälzer bei VOX mit „Kitchen Impossible“ zu sehen.  | © VOX

    „Kitchen impossible“ vor dem Aus? TV-Koch Tim Mälzer will in Rente gehen

    Schon seit 20 Jahren ist Tim Mälzer im deutschen Fernsehen als TV-Koch zu sehen. Gleichzeitig ist er vielbeschäftigter Gastronom und Unternehmer, der noch viele neue Ideen umsetzen möchte. Er aber auch immer öfter ans Aufhören.  „Ich beschäftige mich gerade viel mit dem Thema 'Aufhören'. Ich komme jetzt so langsam in ein Alter, wo man sich dem auch mal stellen muss“, sagte Mälzer dem Hamburger Magazin „Szene Hamburg“. Er wolle nicht zu den Leuten gehören, „die das Ende nicht wahrnehmen“. Gleichzeitig ist sein Kopf aber voller neuer Ideen, wie er im Interview erklärt: „Ich habe ungefähr 40 Konzepte und Ideen im Kopf. Die bewegen sich zwischen einer Eisdiele im KaDeWe bis hin zur Reaktivierung des Off-Clubs, den ich mal in Bahrenfeld hatte.“ Zudem habe er kürzlich eine Gastro-Location gesehen, zu der er sofort eine Idee gehabt habe. Vor Augen habe er auch eine Ramen-Bar, ein Fischrestaurant und ein deutsches Restaurant. „Es gibt so viele Sachen, die ich machen möchte, aber eigentlich will ich nur in Rente.“ Mälzer betreibt seit 15 Jahren das Restaurant „Bullerei“ im Schanzenviertel. Im September letzten Jahres sprach der 52-Jährige bereits  im Podcast von Komiker Kurt Krömer über ein mögliches TV-Ende. Auf Krömers Frage, ob es mit „Kitchen Impossible“ weitergehe, antwortet Mälzer damals: „Ich hadere gerade sehr.“ Die VOX-Show, bei der Tim Mälzer gegen andere Spitzen-Köche im Ausland antritt, läuft seit 2014 und gewann zweimal den Deutschen Fernsehpreis.  Der beliebte Koch erzählte in dem Podcast auch, dass er seit sieben Monaten keinen Alkohol mehr trinken würde. Und genau das scheint ein Problem zu sein: „Die Wahrheit ist unbenebelt härter“, sagt er.  Die Arbeit vor der Kamera scheint ihm also nicht nur Freude zu bereiten.  Aktuell ist Tim Mälzer mit der neunten Staffel von „Kitchen Impossible“ bei VOX zu sehen. Immer sonntags, 20.15 Uhr.