„Morlock Motors“: Warum Michael Manousakis keine Mitarbeiter findet

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22.05.2026 um 06:30 Uhr
     | © Screenshot Joyn
    1994 gründete Michael Manousakis seine Firma „Morlock Motors“. | ©Screenshot Joyn

    Für viele klingt es nach einem echten Traumjob: Stundenlang an alten US-Militärfahrzeugen herumschrauben, restaurieren und reparieren. „Morlock Motor“-Boss Michael Manousakis erklärt, wieso es für ihn trotzdem schwer ist, geeignete Mitarbeiter zu finden. 

    Michael Manousakis braucht dringend mehr Fachpersonal – doch die richtigen Leute für seinen Gebrauchtwarenhandel im Westerwald zu finden ist nicht leicht. „Du versuchst das beim Arbeitsamt, dann über Annoncen, dann versuchst du, Leute, die am besten schon solche Autos fahren und die das Virus haben, eine lebenslange Therapie anzubieten – und es hilft dir nie, wenn irgendeiner kommt, und fragt:

    ‚Was kann ich denn die Stunde verdienen, weil es geht ums Geld?‘“, erklärt der „Morlock“-Boss. Und ergänzt: „Es muss jemand sein, der kommt und sagt: ‚Das ist geil, das muss ich machen!‘“ Während fest angestellte Mitarbeiter also durchaus Mangelware sind, freut sich Michael über zahlreiche Freiwillige, die immer mal wieder mit den „Morlocks“ zusammen schrauben wollen – wie Thomas und Emil.

    Michael Manousakis freut sich über freiwillige Helfer

    Das Vater-Sohn-Gespann kommt seit vier Jahren regelmäßig nach Peterslahr, um ein bisschen mitzuhelfen. Beruflich sind die zwei nicht ganz fachfremd. „Wir bauen Müllautos und Straßenkehrmaschinen“, erklärt Thomas. „Die beiden kommen aus dem Osten, die sind wirklich Schrauber“, verrät Michael. Emil, der gerade mit seinem Abitur fertig ist, genießt die kurze Auszeit bei den „Morlocks“. Für Michael die perfekte Gelegenheit, ihm die Pistole auf die Brust zu setzen: „Was hast du denn jetzt zu tun?“ 

    „Die Ernte beginnt langsam“, antwortet Emil. Für Michael wäre es durchaus denkbar, dass Emil noch mehr Zeit bei den „Morlocks“ verbringt, jetzt, wo er mit der Schule fertig ist: „Du kannst ja hier auch mal alleine herkommen, hier ist ja genug Arbeit. Bevor du jetzt in irgend so eine Schule gehst und da Bremsbelege wechseln musst.“ Ob Emil tatsächlich bald in Peterslahr anheuert, bleibt abzuwarten. Bis dahin müssen Michael und sein Team wohl noch einige Aufträge ohne zusätzliches Personal stemmen.