Preise für mutige Projekte - „Powered by Philip Morris Award“ in Berlin verliehen

12.11.2025 um 11:00 Uhr
    Preise für mutige Projekte - „Powered by Philip Morris Award“ in Berlin verliehen | © Philip Morris
    Das Projekt „Raus aus der Ohnmacht - rein in die Aktionskunst!“ von den “Radikalen Töchtern” Cesy Leonard (li.) und Josephin Haardt wurde mit dem „Powered by Philip Morris Award“ ausgezeichnet. | ©Philip Morris

    Droht unsere Gesellschaft auseinander zu brechen? Ist unsere Demokratie in Gefahr? Um solche Fragen geht es beim „Powered by Philip Morris Award“, der jetzt in Berlin zum ersten Mal vergeben wurde.

    Der Tabakkonzern will ein Zeichen setzen und fördert drei Projekte mit jeweils 50.000 Euro. „Wir wollen Menschen feiern, die nicht Mauern sehen, sondern Brücken bauen“, sagte Veronika F. Rost, Vorsitzende der Geschäftsführung von Philip Morris Deutschland, zur Eröffnung der Award-Gala in Berlin.

    In der Kategorie Kultur wurde das Projekt „k:onnekt Chancenwerkstatt“ des kaethe:k Kunsthaus der Gold-Kraemer-Stiftung aus Pulheim Brauweiler bei Köln ausgezeichnet. Hier wird jungen Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung der Weg in kreative Berufsfelder geebnet – von Design und Bühnenbild bis zur Medienproduktion. „Der Preis ist ein Signal, dass Inklusion in der Kreativwirtschaft ein relevantes Thema ist“, bedankte sich Melanie Schmitt, Leiterin des Kunsthauses. „Eine Beeinträchtigung kann auch eine Superpower sein“, sagte Michi Beck von den Fantastischen Vier von der Jury des „Powered by Philip Morris Awards“, der außerdem der Politiker Gregor Gysi, die Politikerin Dianna Kinnert, die Schauspielerin Minh-Khai Phan-Thi und der Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre angehören.

    Gewinner des Preises in der Kategorie Gesellschaft wurde das Projekt „Quartierpflege“ der Gesellschaft für Gemeinsinn e.V. In Leipzig, bei dem es darum geht, die Pflege im direkten Umfeld durch Nachbarn und Angehörige zu organisieren. Aus professioneller Pflege, ehrenamtlichen Engagement und digitalen Lösungen sollen neue Formen der Zusammenarbeit und Solidarität entstehen. „Wir haben nur Gegenwind. Das Geld bedeutet für uns einen längeren Atem“, so der Vereinsvorsitzende Dr. Florian Kiel.

    Menschen erreichen, die sich von der Politik abgewandt haben

    Das Berliner Projekt „Raus aus der Ohnmacht – rein in die Aktionskunst“ von Radikale Töchter gUG wurde in der Kategorie Zukunft geehrt, weil es, „Mut macht, politische Mitwirkung neu zu denken“, so Gregor Gysi in seiner Laudatio. „Die Töchter erreichen gerade diejenigen, die sich von der Politik eigentlich abgewandt haben.“ Das Projekt versucht mit Workshops in ganz Deutschland vor allem junge Menschen anzusprechen, gesellschaftliche Herausforderungen kreativ und aktiv anzugehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. „Menschen sollen sich ermutigt fühlen, dass sie einen Unterschied machen“, so Cesy Leonhard, Gründerin der Radikalen Töchter. „Politik und Demokratie haben mit uns und unserem Leben etwas zu tun.“

    Der „Powered by Philip Morris Award“ soll das gesellschaftliche Engagement des Konzerns unterstreichen. „Hoffnung ist nicht nur ein Gefühl, sondern eine Entscheidung“, so Veronika F. Rost. „In einer Zeit, die durch Spannungen und teilweise Spaltungen geprägt ist, fördert Philip Morris aktiv Projekte und Initiativen, die mit Mut und kreativen Ideen Räume für respektvolle Begegnungen schaffen und einen Perspektivwechsel ermöglichen.“ Oder wie es Torsten Albig, ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und heute Director External Affairs bei Philip Morris formulierte: „Wir wollen als Unternehmen dem Land etwas zurückgeben. Danke, dass wir das dürfen.“

    Ein Artikel von TV DIGITAL Redakteur Michael Fuchs