Mit der neuen Mesh-Technologie lässt sich die WLAN-Reichweite erhöhen.

WLAN-Reichweite erhöhen: Mesh ist die Lösung

29.09.2021 um 16:33 Uhr

WLAN-Reichweite erhöhen: Mesh ist die Lösung

Viele Menschen haben die Vorzüge des Homeoffice zu schätzen gelernt. Der Arbeitsweg und die damit zusammenhängenden Kosten fallen weg, die Jogginghose ist bequemer als die Anzughose, es fällt leichter, sich zu konzentrieren und die Work-Life-Balance profitiert. Doch ohne schnelles Internet geht nichts. In großen oder verwinkelten Wohnungen bzw. Häusern stößt auch ein guter Router häufig an seine Grenzen. Mit der neuen Mesh-Technologie lässt sich die WLAN-Reichweite erhöhen.

Mesh ist das Zauberwort – aber was bedeutet es?

In der Vergangenheit waren vor allem WLAN-Repeater bzw. -Verstärker das Mittel der Wahl, um die WLAN-Reichweite zu erhöhen. Repeater verstärken das Signal des Routers, sodass es im besten Falle in den gesamten Wohnraum und zum Balkon, zu der Terrasse oder in den Garten reicht.

Mesh-Systeme bestehen hingegen aus einem Router und weiteren kompatiblen Komponenten, die zusammen ein Netz (daher der Begriff Mesh) mit mehreren WLAN-Sendestationen erzeugen. Die Komponenten des Mesh-Netzwerkes kommunizieren untereinander und organisieren sich so selbst. Die Konfiguration läuft nur über den sogenannten Master, also das Hauptgerät des Netzes. Das macht das Mesh-WLAN zu einer praktischen, nutzerfreundlichen Lösung.

WLAN-Reichweite erhöhen dank Mesh: Das sind die Vorteile

Wer zu Hause überall stabiles WLAN haben möchte, kommt um ein Mesh-System nicht herum. In einem Einfamilienhaus mit mehreren Etagen sabotieren etwa Fußbodenheizungen die Reichweite herkömmlicher Router. Kommt hingegen auf jeder Etage jeweils ein Mesh-Repeater zum Einsatz, so stellt das smarte System fest, zu welchem Access-Point des Netzes sich das Smartphone, Tablet oder die Smartwatch am nächsten befindet und verbindet automatisch das Endgerät mit der entsprechenden Sendestation. Dabei kommt es nicht zu Unterbrechungen des WLAN-Empfangs und die Verbindungsqualität und Geschwindigkeit ist gleichbleibend gut.  

Im Lesertest von IMTEST, dem auflagenstärksten Verbrauchermagazin Deutschlands, konnte das TP-Link Deco M4 Mesh-Set überzeugen und erhielt die Gesamtnote 1,4. 

Mesh einrichten: Das gilt es zu beachten

Damit das Mesh sein volles Potenzial entfaltet und eine gleichmäßige WLAN-Abdeckung gegeben ist, sollten einige Dinge beachten werden. Da wäre zum einen der Aufstellort der Mesh-Komponenten als wichtiger Faktor.

1.       Mesh-Komponenten richtig platzieren

Zimmerecken oder abgelegene Bereiche der Wohnung eignen sich nicht für die Platzierung der Mesh-Komponenten. Zentral ist immer besser. Alle am Mesh beteiligten Geräte benötigen lediglich jeweils eine Steckdose. Manche Mesh-Repeater brauchen nicht mal eine Abstellfläche, sondern werden wie Nachtlichter für Kinder direkt an der Steckdose angebracht.

2.       Passwörter beibehalten

Ist das neue Mesh-System endlich da und installiert, geht es ans Einrichten. Hier empfiehlt es sich, die bisherigen WLAN-Zugangsdaten beizubehalten. So verbinden sich Fernseher, Laptops und Smart-Speaker automatisch mit dem neuen Netz. Einige Mesh-Systeme verfügen sogar über die Option, die Zugangsdaten des bisherigen WLANs zu klonen.

3.       Sicherheitseinstellungen vornehmen

Wird er alte Router entsorgt und hält die Mesh-Technologie Einzug, fällt die Überprüfung der Sicherheitseinstellungen an. Gesperrte URLs werden normalerweise auch beim neuen WLAN-System nicht erreichbar sein, hier sollte allerdings nochmal gecheckt werden, ob die Sperre für bestimmte Endgeräte gilt, Stichwort Kindersicherung. Gleiches gilt für die Einstellung, welche Geräte sich mit dem WLAN überhaupt verbinden dürfen und welche nicht.

4.       IP-Adressen checken

Erfahrungsgemäß funktioniert die Installation eines Mesh-Routers und der Mesh-Repeater kinderleicht. Manchmal kommt es wegen Geräten mit fester IP-Adresse jedoch zu Problemen. Ist etwa ein Gerät nicht erreichbar, kann es daran liegen, dass es nicht mit dem richtigen Netzwerk verbunden ist. Ansonsten lassen sich viele Mesh-Router nicht nur als Router im Netz verwenden, sondern auch als Access-Point – so wie Mesh-Repeater. So bleibt der alte Router in Betrieb und der neue Mesh-Router erhält dessen IP-Adressen.

5.       Fast Roaming aktivieren

Den Begriff Roaming kennen wir alle vom Reisen. Generell meint der Begriff den Übergang von einem Mobilfunknetz in ein anderes. Analog hierzu gibt es auch innerhalb eines Mesh-Systems Roaming. Wer beispielsweise beim Skypen die Etage wechselt und automatisch mit einem neuen Mesh-Repeater verbunden wird, wechselt die Sendestation – das wird ebenfalls als Roaming bezeichnet. Diese Übergänge können via Fast Roaming optimiert werden: Hierzu bei allen WLAN-Geräten das Fast Roaming aktivieren.

6.       Beamforming testen

Die als Beamforming bezeichnete Technik bündelt das WLAN-Signal zum Endgerät. Ergebnis ist eine stabilere und schnellere Verbindung. Leider gibt es hier keinen Standard. Die Hersteller von Routern haben jeweils eigene Beamforming-Lösungen, um WLAN-Geräte zielgerichtet mit schnellem Internet zu versorgen. Sind die Geräte von verschiedenen Herstellern, kann das zu Problemen führen. Hier muss man einfach ausprobieren, ob sich das WLAN tatsächlich durch Beamforming verbessert oder gar verschlechtert. Je nachdem einfach aktivieren oder deaktivieren.

7.       Prioritäten festlegen

In einem Mesh-Netzwerk lassen sich festgelegten Endgeräten Prioritäten einräumen mit der QoS-Funktion. Im Homeoffice macht das in folgendem Szenario Sinn: Ist die ganze Familie zu Hause und surft gleichzeitig im Internet, kann etwa dem Arbeitslaptop eine hohe Priorität eingeräumt werden. Besagter Laptop erhält beim WLAN sozusagen Vorfahrt und es kommt während einer wichtigen Videokonferenz nicht zu unangenehmen Bild- oder Tonstörungen.

8.       Geräte ohne WLAN-Funktion integrieren

Es gibt sie noch: Geräte ohne WLAN-Funktion. Manche hochwertigen Laserdrucker werden etwa via LAN-Kabel betrieben. Diese Geräte lassen sich dennoch integrieren, und zwar mit einer sogenannten WLAN-Bridge. Diese dient als Übersetzer vom Kabel- auf das Funknetzwerk. Einige Mesh-Modelle verfügen über einen eingebauten LAN-Port und übernehmen dadurch die Funktion der WLAN-Bridge.

WLAN-Reichweite erhöhen: Mesh lohnt sich

Im Gegensatz zu herkömmlichen Repeatern verstärken also Mesh-Systeme nicht nur ein Router-Signal. Vielmehr steht Mesh für eine Technologie, die ein WLAN-Netz mit mehreren Sendestationen im ganzen Haus errichtet. Wer von stabilem WLAN träumt, sollte sich demnach ein Mesh-Set mit Router und Repeatern zulegen.

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