Für eine knifflige Geschichtsfrage hatte Maximilian Merg (21) aus Mainz den perfekten Telefonjoker: seinen Geschichtslehrer. Doch statt Klarheit zu schaffen, stiftete der Lehrer eher Verwirrung…
Für 16.000 Euro wollte Günther Jauch von seinem Kandidaten wissen, wer 1931 in New York von einem Auto angefahren wurde, weil er beim Überqueren der Straße in die falsche Richtung schaute. Die Antwortmöglichkeiten lauteten A: Churchill, B: Hitler, C: Stalin und D: de Gaulle. „Ich schwanke zwischen dem Telefonjoker und dem 50-50-Joker, weil ich eine Tendenz habe“, überlegte Merg laut.
„Sie machen einen hilfebedürftigen Eindruck bei dieser Frage“, schmunzelte Jauch kurz darauf. Schlussendlich entschied sich Merg dazu, seinen Geschichtslehrer anzurufen. „Das hätten wir doch schneller haben können“, kommentierte Jauch die Joker-Wahl seines Kandidaten. Und ergänzte: „Der wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.“ Doch es kam anders.
Merg hatte seinem ehemaligen Lehrer die Frage kaum zu Ende gestellt, da platzte der auch schon mit einer Antwort heraus, die gar nicht aufgezählt war: „Charles Lindbergh“. Als Merg dann irritiert die vier Antwortmöglichkeiten vorlas, schwenkte der Geschichtslehrer auf „Churchill“ um. „Sicher?“, hakte Merg nach, woraufhin sein Joker sich noch einmal korrigierte: „de Gaulle“. Jauch konnte sich einen spitzen Kommentar nicht verkneifen: „Toll! Der nennt drei Möglichkeiten, eine davon ist gar nicht angeboten. Das ist ja super!“
Trotz Unsicherheit wollte Merg sich den 50-50-Joker aufsparen und entschied sich schließlich für „Churchill“. Damit lag der 21-Jährige richtig. Grund für den Unfall des späteren Premierministers: Der Linksverkehr in Großbritannien. „Das hatten wir auch schon lange nicht mehr, dass ein Telefonjoker – bevor überhaupt die Namen genannt werden – erst mal einen Falschen raushaut. Das ist relativ offensiv“, resümierte Jauch trocken. Am Ende sicherte sich Maximilian Merg immerhin stolze 32.000 Euro.