70. Berlinale: Ehrenpreis für Helen Mirren

Letzte Woche fanden die 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin, kurz Berlinale, statt. Dieses Jahr ging der Goldene Ehrenbär für das Lebenswerk an die britische Schauspielerin Helen Mirren.

Dame Helen Mirren ist eine Ikone der Film- und Fernsehlandschaft. Die englische Schauspielerin spielt bereits seit den 1960ern in diversen Serien und Filmen, die auch von Kritikern hoch gelobt werden. 2007 gewann sie den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Darstellung der Queen Elizabeth in "The Queen". Insgesamt wurde sie für vier Oscars nominiert.

Lebenswerk für starke Frauenrollen

Die Geschäftsführerin der Berlinale, Mariette Rissenbeek, begründete die Entscheidung, Dame Helen Mirren den Ehrenpreis zu verleihen, mit ihrem Einfluss auf die Filmlandschaft. Sie beeindruckt seit Jahrzehnten mit der Darstellung starker und besonderer Frauen, wie etwa Queen Elizabeth.

Ihre Rollen suche sich sie sich danach aus, ob die Figur noch auf der letzten Seite erscheint oder nicht. Wenn nicht, dann darf der Charakter nicht zu klanglos verschwinden – denn dann sei die Rolle für sie nicht interessant.

In ihrer Dankesrede sprach Mirren darüber, dass sie als Britin immer Europäerin bleiben wird – trotz Brexit und EU-Austritt. Außerdem sprach sie kritisch an, dass sich zwar im Filmgeschäft viel in Sachen Rassismus und Sexismus ändere, aber noch nicht genug.

Veröffentlich am 28.02.2020