Nur 20 Prozent der Abrufe für Netflix-Originalserien

In seine Originalserien steckt Video-on-Demand-Riese Netflix Millionen, bewirbt sie prominent. Doch eine Studie enthüllt, dass rein Großteil der Abrufe einer anderen Sparte gelten.

Netflix selbst gibt bekanntermaßen keine genauen Zahlen zur Kundennutzung ihres Angebots heraus. Um so interessanter, wenn sich andere einen Einblick verschaffen können.

Genau das ist dem Analyseunternehmen 7Park Data gelungen, die das US-Branchenmagazin "Variety" im April 2018 berichtet. Laut deren Studie, die sich über ein Jahr ersteckte (bis Herbst 2017) entfallen nur 20 Prozent der Userabrufe auf die gehypten, aufwändigst produzierten Originalserien. 80 Prozent bringen dagegen die eingekauften bzw. lizensierten Inhalte wie "Breaking Bad", "Grey's Anatomy" und "Friends". Oft also bereits im TV gelaufene Serien, die die User gerne noch einmal oder zum ersten Mal via Streaming genießen.

Natürlich muss man bei dieser Studie wie bei allen  dieser Art bedenken, dasskein uneingeschränkter Zugriff auf die Nutzungsdaten bestand. In diesem Fall hat 7Park Data zum Beispiel ausschließlich die Nutzung am Desktop evaluiert, mobiles Streaming und via TV waren ausgeschlossen. Trotzdem ist es wahrscheinlich, dass die gefundenen Ergebnisse zumindest grob auch auf die Gesamtnutzung übertragbar sind.