Greta Thunberg • GOLDENE KAMERA für Klimaschutz

Seit frühen Teenagertagen setzt sich Greta Thunberg für den Klimaschutz ein. Seit August 2018 streikt sie für ihre Ziele – und hat Schüler weltweit zur Nachahmung inspiriert. Für dieses  Engagment wurde sie jetzt ausgezeichnet. Außerdem gibt's ein eigenes Magazin!

Am 30. März 2019 war die junge Schwedin in Berlin, um den Sonderpreis der GOLDENEN KAMERA für Klimaschutz entgegenzunehmen. Ein stolzer Moment für Greta, den sie zu nutzen wusste.

Gretas Rede in Berlin

Statt einer ausführlichen Dankesbezeugung wunderte sie sich über die Sorglosigkeit von vielen angesichts der drohenden Klimakatastrophe und rief alle – auch die einflussreichen Promis im Saal – dazu auf, sich zu engagieren:

Aus der Begründung der Redaktion der GOLDENEN KAMERA: "Greta Thunberg avancierte innerhalb kürzester Zeit als Klima-Aktivistin zur Ikone einer neuen Jugend- und Protestbewegung. Jeden Freitag gehen inzwischen weltweit Hunderttausende Schüler und Studenten auf die Straße, um Politiker zum Handeln zu bewegen. Für Greta Thunberg gibt es kein vielleicht oder irgendwann, sondern nur ein JETZT. Sie zeigt, dass eine einzelne Stimme Gehör finden und etwas bewirken kann. Hartnäckig und bestimmt stellt sie ihre Forderungen in Bezug auf den Klimaschutz. Ihre Worte finden dabei rasante Verbreitung in den sozialen und klassischen Medien, ihre Mission täglich neue Unterstützer."

Eigenes Magazin

Zum drängenden Umweltthema und zur faszinierenden Galionsfigur der "Fridays for Future"-Bewegung erschien jetzt beim Hamburger Abendblatt ein Extraheft mit großem Greta-Interview und vielen Tipps dazu, was jede und jeder von uns für den Klimaschutz tun kann:

"Fridays – Das Magazin" kann man hier bestellen

Fridays for Future: Schüler für den Klimaschutz

Zuletzt waren es am 15. März 2019, dem globalen Aktionstag, Hunderttausende, die in 120 Ländern auf die Straße gingen. Nicht nur Schüler – auch viele Erwachsene schlossen sich den weltweiten Demonstrationen an. Und das alles begann mit einem Mädchen, das sich im Spätsommer 2018 vor den schwedischen Reichstag stellte. In der Hand ein Pappschild, auf dem "Skolstrejk För Klimatet" – Schulstreik für den Klimawandel stand. Erst täglich, dann wöchentlich an jedem Freitag streikte Greta. Sie wurde bekannt, fand Nachahmer. In Deutschland gewann die Bewegung unter dem Titel "Fridays for Future" schnell an Gewicht.

Vor den Vereinten Nationen

Als Greta zur UN-Klimakonferenz in Kattowitz eingeladen wurde, nutzte sie die kostbare Öffentlichkeit für eine flammende Rede, die um die Welt ging. Eindrücklich vor allem diese Worte: "Erwachsene sagen immer wieder: Wir sind es den jungen Leuten schuldig, ihnen Hoffnung zu geben. Aber ich will eure Hoffnung nicht. Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. Und dann will ich, dass ihr handelt."

Ihr konkretes Ziel: Das Pariser Klimaabkommen soll eingehalten werden. Bis das der Fall ist, will Greta weiterstreiken – und tausende Schüler auf der ganzen Welt ebenfalls.

Ihr Engagement brachte Greta zuletzt sogar eine Nominierung für den Friedensnobelpreis ein. Weil Klimakonflikte mittlerweise zu den Ursachen für Auseinandersetzungen und Kriege zählen, sind Gretas Einsatz und der ihrer Mitstreiter auch ein wichtiger Beitrag für den Frieden.

Veröffentlich am 26.03.2019
Aktualisiert am 02.04.2019